Kolos­seum

Und wenn das Licht zur Neige geht,
komm ich run­ter in dein Rom

ich zele­briere dei­nen Süden,
und dei­nen guten Ton

nun bin ich ganz bei dir,
wie habe das vermisst

ich werde sein was du ver­langst
und du nie­mals vergisst

ich kann bei Dir nicht schla­fen,
denn deine Welt treibt mich herum

darum werde ich ewig geis­tern,
in dei­nem Kolosseum

Hin­ter der Schwelle

Das letzte woran er sich erin­nerte, war sein sich spie­geln­des Ant­litz in tau­sen­den Regen­trop­fen.
Ein Gefühl des Fal­lens und der Duft von einem ver­gan­ge­nen Früh­lings­tag.
Viel­leicht ein Kin­der­la­chen, oder ein Rau­nen.
Ange­hal­ten und ein­ge­fro­ren wie ein Abbild der Zeit.
Alles geschieht in bes­ter Absicht und in bes­tem Gewis­sen, nur dem Pfad folgend.

Anti­dot

Wohl­ge­fal­len in Arme so offen,
ein biss­chen Anmut auf den Lippen

Du sprichst Worte in mein Ohr
oh, warm wie feins­ter Kinderschlaf!

Deine Seele hin­ter einer offe­nen Tür,
ein Wind­hauch durch das Fenster

Bitte hor­che an mein Herz
es trägt Kunde von Morgen

Ich will so sein wie eine Feder,
trun­ken von Tinte aus einem Glas

Wir wer­den ver­ge­hen, wenn der Mor­gen naht
Aber nicht unser Duft, der uns offenbart

Ver­ra­ten

Ich laufe durch die Stadt,
mit einem Schild in mei­nen Armen

Die Leute schauen mich an,
das Schild trägt dei­nen Namen

Wie fühlt er sich wohl an,
der letzte Zug von mei­nem Atem

Dabei denk ich an dich,
jetzt hab ich es verraten.

Ab hier keine Wunder

Ab jetzt nur noch All­tag,
in schwarz, weiß und grau,
ich will keine Fun­ken,
und ich will gar kein blau

Ab sofort keine Mär­chen,
ich hatte alle parat,
wenn Du wie­der­kehrst,
bin ich akkurat

Von nun an Ver­rat,
auf allen Ebe­nen,
ich tu was ich tat,
bevor ich dir begegnete

Ab hier keine Wun­der,
bitte gehen Sie fort,
hier gibts nichts zu sehen,
denn hier gibts kei­nen Ort

Sepia

unh­oly batt­le­ship
sun­ken in sepia
rot­ten and rusty
under­ne­ath scandinavia

of mons­trous magni­tude
quite con­fi­den­tial and
all wrap­ped in soli­tude
com­forting enemy

gaping abyss are all
sea­led in your memory
ben­ding the world for you
trap­ped in a melody

cir­ca­dian thun­der­storms
eating your sanity
meet the accor­dion
working your vanity

 

 

Undiú

Gefühle bran­den auf mir und höh­len mich aus wie einen Stein,
Ein ewi­ger Rhyth­mus, den ich nicht kann las­sen sein,

Ich werde bewegt wie ein Papier­stück im Wind,
und weiß mein Ziel ist schon jetzt vorbestimmt,

Ich habe gekos­tet von einem Nek­tar so pur,
dass mein Herz nun schlägt im Takt die­ser Uhr,

Wer will mich beglei­ten, ein Stück Zeit die­ser Welt,
und will mit mir bran­den wie es dem Leben gefällt,

Die Gewiss­heit zu ertrin­ken auf zar­teste Weise,
im Stru­del der Schön­heit auf dem Weg hin zum Greise,

Mein Wort ist unaus­ge­spro­chen und mein Wunsch nicht exis­tent,
das Gefäß ist zer­bro­chen und mein Flug ist latent.

Als wir noch wussten

Als wir noch wuss­ten und wag­ten zu atmen
trös­tete ein Fin­ger­zeig auf tau­sende Arten

Mein Blick ist gerich­tet auf Ganz­be­son­der­hei­ten
und fin­det Dich wie­der in allen Gezeiten

Du kannst nicht ent­kom­men, der Gischt du ent­sprun­gen
Auf ewige Tide zum schei­tern gezwungen

Sturm­blind

Ges­tern war ich Sturm­blind, doch
liebte ohne unterlass

Aus mei­nem Turm, aus mei­nem Loch,
Trä­nen aus dem überfass

Du gehst vor­bei wie Espen­laub,
und zit­terst durch mein Herz

Du machst Dir nichts aus mei­nem Staub,
und schwebst vor­bei mit Terz

Ach würd ich doch woh­nen, Hügel­wärt­sein
wo sturm­blinde Liebe noch durfte sein

Glo­bus

Hab ver­sucht Wol­ken zu schme­cken
aber hatte sie höchs­tens im Tee

Hab ver­sucht den Wald zu ent­de­cken
doch ver­lor meine Spu­ren im Schnee

Wollt gern auf Wind­jam­mern rei­sen
mit allen Freun­den in spe

Bin doch zuhause geblie­ben
und habe den Glo­bus gedreht

 

 

How to reveal a god­dess in seven days

Mon­day

Light­ning struck me and i had fal­len asleep
The images in my head embra­ced me, as i clo­sed my eyes.

monday

 

Tues­day

Hold tight my heart, the day will come
Who cal­led this ship to har­bour? I will never come home again.

tuesday

 

Wed­nes­day

Skip this moment child, you just think you are
I stood there for a while to con­vince myself.

wednesday

 

Thurs­day

She mel­ted like honey in the sea
Sim­mer down my dear, your body cru­sa­des like a King.

thursday

 

Fri­day

All this and more because of her
Free­dom is no illu­sion. Free­dom is a wild poem, writ­ten by our mother.

friday

 

Satur­day

Sau­dade keeps me going
This is unity. I’m no lon­ger kept inside myself.

saturday

 

Sun­day

The night craw­led in our cir­cle, but it’s fine for me
This is the final step. The night revea­led her as she step­ped out of the woods.

sunday

 

Fotos & Fahrzeug:

Wolf­gang Hinz www.wolfgang-hinz-fotoarbeiten.de

Texte:

Ste­fan Zisting

Yon­der i dwell

Yon­der i dwell
among the foam

wit­ness ari­ses
from a storm

muted mir­rors
garment´s torn

weeping wil­low
out of loan

take the steps
the sou­thern ones

long before
the morning comes

Ich bin unten mit der Welt

Ich bin unten mit der Welt
und ich bin hoch am Him­mels­zelt
irgend­wann da muss ich gehen
auch wenn´s mir hier ganz gut gefällt

Wonach lohnt es sich zu stre­ben?
zum bei­spiel in dei­nen armen zu sein
zum bei­spiel mit­ten in ‘nem Song
ein­fach anzu­fan­gen zu weinen

Komm doch mit auf meine Reise
und halt Dich an mir fest
Wir wer­den flie­gen zu den Ster­nen
und danach fin­den wir den Rest

Auf mei­nem Weg sind schwarze Vögel
Sie beglei­ten mich schon lang
wir brau­chen keine Angst zu haben
denn am Ende kom­men wir an

Rubin

Nimm mir mei­nen Ver­stand
ich brau­che ihn nicht mehr
jetzt wo ich in Dei­nem rubin­ro­tem Licht bade

Dein Regen trägt mich
hin­aus aufs offene Land
hin­ein in Deine Arme

Es kann nicht ver­ge­hen
was ewig besteht
nie­mals gebo­ren
oder gelebt

Clover from the moun­tain top

Out of space and into my heart
ama­zing grace and pro­per start

Tal­king trees and rooftop sto­ries
kept warm by those morning glories

In thousand tongues you choose to speak
i´m your vel­vet blank white sheet

Anci­ent people build your god
clover from the moun­tain top

Zwei Atmende im Wolkenhaus

Was schö­nes Men­schen sich geben,
um nicht so ein­sam zu sein,
um nicht alleine zu leben,
schenkt man sich Obhut und Heim

Deine Haare rie­chen nach Sonne,
nach Wärme und Frie­den und Licht,
ich genieße diese Wonne,
und streichle dein zar­tes Gesicht

Wer kann noch mehr sich erhof­fen,
als das Gefühl zufrie­den zu sein,
zwei atmende Men­schen getrof­fen,
um ein ein­zel­ner Atem zu sein

Im Wol­ken­haus mit Dei­ner Haut,
danke für die­ses Geschenk,
Gebor­gen­heit ist nicht laut,
es ist fried­lich, weil man nicht denkt

Ich schenke uns ein

Ich schenke Dir zwei und mir ein,
Ich trage mein Herz auf der Zunge,
und hoffe nie­mand fin­det mich hier.

Halb­ver­ges­sene Träume und Vasen,
bre­chen wie Äste unter mir,
und brin­gen mir Flug und Recht.

Nie­mand schläft am Tag mei­ner Geburt,
nie­mand wird jemals wie­der schla­fen,
wir sind noch lange nicht am Ziel.

Wer war ich ges­tern, als ich noch fühlte
Deine grü­nen Augen sich in mich bohr­ten,
einen Ort vol­ler Wahn­sinn und Liebe.

Flucht­werk

Ich drehe mich um mich und spre­che den Reim,
Die Welt schwin­det im Schwin­del und lässt mich allein,
ich komme zur Ruhe und seh wie­der klar,
Die Stadt, meine Kir­che, Dein Herz, mein Altar.

Pax

Der Hafen mei­ner Träume liegt an einer Stadt aus Wind und Ton.
Kin­der spie­len in bun­ten Gas­sen aus Glas und Zucker.
Die Men­schen hier sind glück­lich und alles wiegt leicht.

Es knis­tert und rauscht nach Schif­fen und Cel­lo­phan.
Der Duft von Wol­ken über­all und es schmeckt nach Zeit und Liebe.
Diese Stadt schenkt mir Leben und Mut.

Schwa­nen­hals

Mein Herz ist sal­zig, von ver­schluck­ten Trä­nen
durch mei­nen Schwa­nen­hals entlang

Ich steige empor, noch mehr als zuvor
als ich durch die­sen Nebel­see verschwand

Das Gold in mir ist fern von allem,
was jemals in Dei­nen Hän­den lag

Ich spüre den Käfig um mich, immer enger
weil jeder hier gerne Platz neh­men mag

Es ist vol­ler Sterne

Eine Scha­tulle aus Samt
schmei­chelt zart Deine Hand

Heim­lich um Dich Du schaust
formst die Hände zur Faust

Ein ver­stoh­le­ner Blick
um die Ecke geschickt

Lang­sam machst Du sie auf
steigt zur Nase herauf

Erin­ne­rung von fer­nen
mil­lio­nen von Sternen

Die Summe von allem

Getra­gen von Leicht­sinn,
schwebt mein Kopf mir davon,
bringt die Kunde von Sonne,
und Glitzerbeton

Schlage Brü­cken und Räder,
über offe­nes Land,
hin zu Wol­ken und Weh­mut,
wo ein Lächeln ich fand

Ver­such zu erklä­ren,
wo der Sinn mir nach steht,
was zu fin­den ich hoffe,
im blü­hen­den Beet

Ich koste den Odem,
und lasse mich fal­len,
deine lie­ben­den Hände,
sind die Summe von allem

Du hast mir mei­nen Namen genommen

An einem Früh­lings­tag,
drückte mich der Wind aus mei­ner Höhle,
hin­ein in das Was­ser und in deine Arme,
flie­ßen wie Ver­ge­bung durch das Land,
pur und empor und nie­mals zurück,
zum Leben gebo­ren,
von Bäu­men gepflückt.

Tin­ten­fall

Wie Tinte flie­ßen wir durch die Nacht
das hal­ten wir für ange­bracht
trei­ben wei­ter, trei­ben ab
bis der Tag uns nicht mehr mag

Blei­ben hung­rig, durs­tig auch
tas­tend durch den schwar­zen Rauch
lachend krei­selnd auf Vinyl
wie Dia­man­ten mit Gefühl

Man­del­heim

Wenn du flüs­terst, split­tert Eis
mir wird win­dig, mir wird heiß

Wenn Du atmest, sprie­ßen Blu­men
vol­ler Leben und Volumen

Wenn Du tanzt, dann mit Ato­men,
füllst die Welt auf mit Aromen

Wenn Du lachst, dann falle ich,
him­mel­wärts, ohne Gewicht.

Der Krie­ger aus Pankow

Mit ver­schränk­ten Armen
lässt er sich rei­sen
durch die Stadt
durch die Welt

Der Blick fest und linde
gegen den Strich
vom Leben gezeich­net
vom Gip­fel er wich

Was lässt ihn besin­nen
uns rau­nen im Blick
was schärft seine Sinne
und unser Geschick

Wer traut sei­nen Augen
in unse­rer Welt
Herr Pfef­fer lässt grü­ßen
das Schwei­gen, es hält

Stromab

Wir beide tra­gen Klee
dicht am Herz bei Schnee

Lodern und ent­fa­chen
kleine Diamanten

Alle Geräu­sche ver­schmel­zen
zu flüs­si­gen Vibrationen

Wir for­dern die Welt auf,
aufzugeben

Du und Ich sehen das glei­che,
Mil­lio­nen Men­schen stromab

Wir sind im Früh­ling erwach­sen gewor­den,
irgendwie

Kei­ner von uns würde zögern,
jemals

Tau­send Wun­der lang

Ruhe­voll im Sphä­ren­licht,
Bewan­dert aus der Sternenschicht,

Schlum­mer­gold und Pfir­sich­haut,
Wäh­rend Würde müde schaut.

Pack Sie ein, in Woll und Garn,
dann kann man sie nach Hause fahren,

Tau­send Wun­der wir­ken lang,
solange man noch träu­men kann.

They won´t ever know

My soul is a dia­mond
lying in your cave
please never remove it
that i won´t go astray

My heart is a beggar
sit­ting on the street
free­zing in the win­ter
drin­king recklessly

My bones they are shaking
shaking to the ground
descend into nowhere
never will be found

My head is get­ting heavy
sin­king down below
all i ever wan­ted
they won´t ever know

Es ist so kalt, jetzt

Ange­kom­men am Grund des Mee­res,
Wun­der­sa­mes, tanzt für mich

Irre Lich­ter, len­ken Bah­nen,
ver­wir­beln sich auf ewiglich

Benom­men, ehr­lich, währt am längs­ten
Atemlosigkeitsberauscht

Nicht mehr den­ken, nicht mehr trei­ben,
nur noch wesent­lich, unlaut

Sorge Dich nicht, Kyoto

Kurz bevor es geschah, nahm ich eine umfas­sende Stille wahr.
In mir und um mich herum war es abso­lut tonlos.

Ich spürte, dass die pure Exis­tenz mir einen Moment gewährte und mich in ihrem Schoß einschloss.

Mein Herz schlug in einem uner­war­tet ruhi­gen Rhyth­mus und ich war bereit.

Als der Wal mein Boot streifte, spürte ich wie mir die Trä­nen über mein Gesicht liefen.

Der Wind wollte mich nicht

Der Wind wollte mich nicht dem Pla­ne­ten ent­zie­hen.
Hier­zu­blei­ben und fortan auf Rei­sen zu gehen.

Nicht zu fegen als ob man schier wol­ken­reich wär.
Und boden­los trei­ben wie offen im Meer.

Fort an und zu wei­len, wie ein Ding in der Luft.
Will der Wind mich nicht tra­gen in den Wolkenduft.

Der Kuss des Kosmonauten

Oleg nahm alles ganz genau war.

Es blieb ihm hier oben auch gar nichts ande­res übrig.
Als eine ein­same Ver­wir­be­lung in der ewi­gen Nacht.
Wie lange er schon durch den Kos­mos glitt – er wusste es nicht mehr.
Die Zeit hatte ihn auf­ge­ge­ben und er sich selbst auch.

Oleg dachte an seine Frau.

An ihre ver­ge­ben­den Hände, in die er sich ver­liebt hatte.
An ihre erste Nacht unter dem Ster­nen­him­mel im Juli.
Diese Erin­ne­run­gen waren ein Anker in die­ser schwar­zen Wüste.
Aber schon bald würde er im Sand ertrinken.

Oleg fasste einen Entschluß.

Er würde nicht in Trauer und Wahn­sinn ver­fal­len.
Das Ende der Geschichte würde er ganz alleine schrei­ben.
Seine Lip­pen form­ten ein Lächeln, als er in Gedan­ken ruhte.
Sie war jetzt bei ihm und hielt seine Hand.

Oleg öff­nete den Helm.

Ganz lang­sam kamen sich ihre Lip­pen näher.
Ein inni­ger Kuss, umge­ben nur von Raum und Zeit.
Sein Herz lachte, denn er wusste alles würde nun gut werden.

Oleg nahm all dies ganz genau war.

Man kann einen Tag nicht verlängern

Ich brüte Gedan­ken
ganz schutz­los und bar
manch einer mag den­ken
ey junge, komm klar

Ich höre Geschich­ten
von jen­seits des Walds
und kann hier kaum glau­ben
es fruch­tet und schallt

Wer mag mir befürch­ten
der Him­mel klart auf
und obwohl es nicht wahr ist
fließt Was­ser hinauf

Wo immer der Tag ist
immer gleich lang
heben wir ab, gemein­sam
was mit Sonne begann

Syn­ap­sen sol­len tanzen

Syn­ap­sen sol­len tan­zen,
ste­tig klop­fen soll mein Herz,
junge Men­schen bre­chen Lan­zen,
und stop­pen schnell den Schmerz.

Meine Fin­ger­kup­pen ahnen,
was dahin­ter sich ver­birgt,
meine Hände len­ken Bah­nen,
bis der Win­ter mich verwirkt.

Ich habe mal gekos­tet,
was zu flüs­tern man nur traut,
und ich habe es genos­sen,
bis man lüs­tern um sich schaut.

Sei Sau­er­stoff

Schritt für Schritt im Nachtgewand,

erhebt sich stets mein Haupt,

vor­her habe ich nicht erkannt,

was man noch so braucht.

Gefil­terte Bläs­chen rei­nen Ichs,

stru­deln durch den Tank,

Mehr noch von mir gibt es nicht,

trotz Stoff­lich­keit und Dank.

Du fühlst Dich noch nicht klein genug

Du fühlst Dich noch nicht klein genug,

du wähnst Dich noch zu sicher,

kein Schwei­gen hält hier ewig,

kein Wunsch ist hier zu groß.

Du bist noch nicht zufrieden,

du hast noch kein Bedarf,

kein ufer­lo­ses treiben,

kein mah­nen­des Gespräch.

Wie man die Welt vergisst

Was muss man tun, wen muss man bre­chen, um sich an der Welt zu rächen?
Wohin nur rei­sen, wem denn glau­ben, um der Welt das Ich zu rauben?

Wie könnte ich ver­ges­sen, was mich durch­dringt und nährt.
Wie könnte ich nur mes­sen, den Schmerz der mich durchfährt.

Ich schätze es umgibt uns alle. In jedem Sein und jeden Sinn.

Was soll ich noch schrei­ben, bis jeder müde ist.
Ich habe nicht erfah­ren, wie man die Welt vergisst.

Die Herr­lich­keit des Zufalls

Die Herr­lich­keit des Zufalls steckt in jedem Juni­fall,
in jedem Ate­maus­stoß eines jeden Idio­ten,
die Schöp­fung kreist um uns wie ein Falke,
und stösst auf uns herab.

Wir kata­pul­tie­ren uns in das Gemenge,
aus Lust und Ato­men,
vol­ler Rausch und Bilan­zen,
und fres­sen uns selbst auf.

Medi­o­cre

Ich schneide die Mit­tel­mä­ßig­keit aus mir her­aus,
bis ich mit den Strah­len tan­zen kann.

Vor der Schön­heit des Gedan­kens ver­neige ich mich,
nur um für Tage und Nächte zu schlafen.

Neue Gött­lich­keit

Mich besuchte ein gol­de­ner Gedanke
und ein ver­las­se­nes Ich.

Unter Was­ser konnte ich atmen,
bis das Schick­sal von mir wich.

In mei­ner Seele liegt ein Mus­ter
und nur Du erkennst die Zeichen.

Wer hat nun die Kon­trolle
und wer stellt hier die Weichen?

Float into me

Float into me
like i float into you
i am the river
the ocean is you

please stay awake
while i fall asleep
catch me in dreams
my drip­ping honey

im not afraid
if you´re not afraid
cause im not afraid
if you´re not afraid

Sonne durch geschlos­sene Augen

Seit­dem wir wie­der Kin­der sind, ist alles so leicht gewor­den.
Der Matsch unter mei­nen Füßen und der Oster­him­mel umschmei­cheln mich.
Ist Dir schon­mal auf­ge­fal­len, dass man die Sonne durch geschlos­sene Augen sehen kann?
Mur­meln sind wert­vol­ler als Dia­man­ten und wir sichern unsere Schätze!

Man sagt, je älter wir wer­den, desto schwe­rer las­ten unsere Schul­tern von dem Schmerz der Welt.
Aber ich spüre ihn genauso wenig wie meine blauen Fle­cken.
Ich kann alles sein, was ich will!
Und ich will frei sein.

Bis unser Leben nicht mehr reicht

Ich fiel durch einen Ozean
und zwei Him­mel
direkt in Deine Arme

Du wur­dest meine Frau
Wir lasen unsere Lie­bes­briefe
und andere alberne Dinge

Das Gesicht ver­gisst den Spie­gel
Gold und Sil­ber wie­gen leicht
wir wer­den wei­ter­le­ben
bis unser Leben nicht mehr reicht

Alles dreht sich nun um mich

Ich weiß nicht, wie ich es Dir am bes­ten sage.
Darum tue ich es frei her­aus:
Ges­tern Nacht wäh­rend du schliefst,
habe ich die Sonne verschluckt.

Jetzt schmilzt meine innere Hitze alles um mich herum.
Kalte Men­schen wer­den pul­ve­ri­siert zu Asche.
Ich glühe und strahle und erhelle die Dun­kel­heit.
Alles dreht sich nun um mich.

Pla­ne­ten umtan­zen mei­nen Kern -
Mein Licht reist fern von Stern zu Stern.

Heim­lich­kei­ten

Die­ses Haus hier steht nicht ein­sam,
in ihm woh­nen Brü­der und Schwes­tern,
Geis­ter und Tiere.

In einem fah­len Raum,
war­ten Sie erneut auf eine Leere,
um Dich hineinzuführen.

Meine schlot­tern­den Kno­chen,
tür­men sich vor Dir auf,
und rei­ten davon.

Auf die­ser klei­nen Insel,
ist die ganze Welt ver­sam­melt,
und giert nach Leben.

Glüh­würm­chen

Vor mir liegt die Welt in Wel­len,
ich sitze hier und schweige still.

Glüh­würm­chen wol­len mich erhel­len,
mein Herz sagt mir, dass ich das will.

In aller Welt Klamm­heim­lich­keit,
schwir­ren sie oszil­lie­rend um mein Herz.

Meine Liebe ist kas­ta­ni­en­braun,
und geseg­net ist der Schmerz.

Uns wur­den Flü­gel versprochen

Was für ein wun­der­schö­ner Traum,
wir Hand in Hand,
die Zehen überm Abgrund,
Vater Frost hin­ter uns.

Stör­che und Spat­zen gesel­len sich zu uns.

Als wir durch Wol­ken tauch­ten,
öff­nete sich die weiße Decke,
um das Land zu offen­ba­ren,
das wir nicht mehr betre­ten werden.

Neue Mus­kel erle­di­gen ihren Dienst &
Erin­ne­run­gen ertrin­ken im Atlas.

Die Sei­den­straße

Ein Pfad erstreckt sich von Ost nach West,
um zu brin­gen den Stoff, der nie­mals dich lässt,
fahre die Fin­ger ent­lang an dem Schal,
und fahre und fahre und fahre nochmal.

Die Rau­pen spin­nen 1000 Jahre und mehr,
um dich ein­zu­hül­len im sei­di­gen Meer,
sie tan­zen und tan­zen in Ihren Kokons,
und trei­ben die Damen in die Salons.

Meine Lieb­lings­dinge

Möwen, die krei­schen und Sand unter Füßen,
Was­ser und Wel­len und Freunde begrü­ßen,
Scho­ko­lade in weiß und Honig im Tee,
Das sind ein paar mei­ner Lieblingsdinge!

Kuscheln vorm Schla­fen und Haare die duf­ten,
Die Stille beim Schnee­fall und nicht so lang schuf­ten,
Gemein­sa­mes Kochen und trä­nen­des Lachen,
Das sind ein paar mei­ner Lieblingssachen!

Fröh­li­che Men­schen, die Glück ver­brei­ten,
Mäd­chen mit Müt­zen und Sin­gen bei Zei­ten,
Kin­der die stau­nen und Heringe,
Das sind ein paar mei­ner Lieblingsdinge!

Wenn der Schmerz sticht, wenn die Welt weint,
und ich mich trau­rig fühle,
denk ich ein­fach an meine Lieb­lings­dinge,
dann fühle ich mich nicht so schlecht.

Inspi­ra­tion: “My Favou­rite Things”

Mensch­li­che Welle

Das Was­ser ist kalt und rauh, aber das macht mir nichts.
Ich gehe wei­ter hin­ein, bis ich gerade noch so ste­hen kann.
In Rich­tung des Ufers drehe ich mich.
Meine Augen sind jetzt geschlos­sen.
Mein Atem fokussiert.

Lang­sam hebe ich die Arme nach vorne.
Über Brust und Kopf hin­weg stre­cke ich die Arme sanft nach oben.
Bestimmt und flie­ßend schie­ben sich meine Hände wie­der nach unten.
Ich stoße das Was­ser nach vorne und ver­ur­sa­che eine Welle.
Meine Spende kommt an.

Die Men­schen haben die Natur geschwächt und jetzt muss ich hel­fen.
Als Teil einer flüs­si­gen Natur­ge­walt fühle ich mich ver­ant­wort­lich.
Ich helfe dem Meer als mensch­li­che Welle.
Es ist gut, seine Bestim­mung gefun­den zu haben.
Ich fühle mich jetzt Eins mit dem Wasser.

Ich werde hier blei­ben, so lange das Meer mich braucht.

pre­mière neige

Wäh­rend ich wandle, erstarrt die Welt in Schön­heit.
Nur für mei­nen Moment.
Und dann kann ich alles ganz deut­lich sehen.
Die Mil­li­ar­den Men­schen in ihren mil­li­ar­den Häu­sern.
Im Strom der bun­ten Blät­ter, einst, da war es netter.

Ich sehe mich um und kann es kaum glau­ben.
Meine Sinne rau­ben den eige­nen Ver­stand, gleich nach dem ers­ten Schnee.

Lam­pi­ons

Her­bes Kon­fetti,
in schwarz und in bunt,
mein Geschmack ist ertaubt,
von allen Regeln der Kunst

In mir erschlos­sen,
sind die Ner­ven der Welt,
die sün­di­gen Bah­nen,
die ich drehe für Geld

Die Gewiss­heit zu tau­meln,
im Wan­del der Zeit,
hat mich ein­ge­fan­gen,
und auf mich geschneit

Ich bin in das Tal gegangen

Ich bin in das Tal gegan­gen,
um für mich und Dich zu sein,
keine Sor­gen und kein Ban­gen,
der Nebel lässt uns bald allein

Komm und springe mit mir,
in den kal­ten kla­ren Fluss,
Alle Tiere und die Kin­der,
kom­men auch in den Genuss

Wir sind zu lang allein gewe­sen,
fern von jedem Glück,
ich kann in Dei­nen Augen lesen,
vor uns liegt noch ein gan­zes Stück

Hier oben hel­fen wir den Vögeln,
damit sie flie­gen ler­nen,
dass ihre Schwin­gen sie tra­gen mögen,
sehen wir wirk­lich gern

Ablei­tung Zwei

Ich brau­che Dich, wie meine Lunge die Luft,
wie die Blu­men den Duft und die Sonne das Meer um zu glitzern

Ich brau­che Dich, wie Poe­ten den Mond,
wird das Wild nicht geschont, denn der Jäger, der braucht es

Ich brau­che Dich, wie die Bäume den Wind
und der Regen geschwind braucht die Wol­ken zum reisen

Ich brau­che Dich, wie ein Spie­gel das Bild,
wie die Straße das Schild und der Mor­gen den Tau um zu reifen

Ich brau­che Dich, wie ein Zwil­ling den ande­ren,
kommst Du nie abhan­den, denn, ich brau­che Dich

Wie eine Weide die Trauer, die Fel­der den Schauer,
der Rit­ter den Dra­chen, die Kin­der das Lachen,
brau­che ich Dich

Reflex

those weeping eyes
swir­ling, drif­ting
delight­ful sche­mes of blur­red tran­si­ti­ons
my ambi­ti­ons to behold
i let arise and best to come
my friend…

(July 18, 2005)

Hier geht es nir­gendwo nach Alaska

Wenn Men­schen Regen wären, ich wäre ein Trop­fen und Du ein Wir­bel­sturm.
Wenn Men­schen Töne wären, dann wäre ich a-Moll und Du eine Sym­pho­nie in Dur.

Es ist die Art und Weise wie Du war­test.
Es ist die Art und Weise wie Du Dich nicht kümmerst.

Schau mich an, hier geht es nir­gendwo nach Alaska.
Hier singt Dir nie­mand ein Lied mit frem­den Zungen.

Du gibst mir das Gefühl, womit andere ganze Bücher füllen.

Welt mit Traumgeschmack

Wie ein Kind das sei­nen Lieb­lings­bon­bon ent­deckt,
schme­cke ich die Welt mit Traumgeschmack.

Sie schmeckt nach Sil­ber und Ambro­sia.
Nach Safran und Elettaria.

Ich werde nicht satt, ob die­sen Geschmacks.

Alles was wir haben ist zer­bro­chen und scheint

Heute ist der 28. Tag und ich befreie mich,
wie die Welt von von hoh­len Zwängen.

Altern ist ein mil­der Schmerz,
und schlägt die Hast um Längen.

Ein klei­nes Mäd­chen steht an der Ecke und weint,
alles was wir haben ist zer­bro­chen und scheint.

Wir sind nicht alle Dinge, die um uns herum sind,
aber alles was in uns lodert.

Heute bin ich mehr als ich,
denn jeder Tag ver­än­dert sich.

Words be humble

words be hum­ble,
words be quick,
words be waving wal­king sticks,

floa­ting fea­thers on my skin,
beware of wea­t­hers made of sin,

gather round you crazy fools,
haun­ted by a thousand ghouls,

all of you will soon be quen­ched,
no more shall be hat­red drenched,

oh good god, stay by our side,
che­rish our fra­gile eggs­hell pride.

Die Lüge und ich wie ich sie erzählte

Welt, ich habe gelo­gen.
Nicht alles ist wun­der­bar, aber vol­ler Wun­den und Wunder.

Ich spüre Schmer­zen, die man nicht ver­nei­nen kann.
Nicht alles ist gut, aber vol­ler Güte.

Glück ist eine warme Pis­tole
und Trau­rig­keit eine bit­tere Frucht,
die vom Him­mel fällt wie Flugzeuge.

Man hält sich am bes­ten an Orten auf, die mit einem schwin­gen.
Denn wenn man dort stirbt, ist der Weg nicht weit.

Abschied ist eine schwin­gende Tür
und ein sich ent­span­nen­der Muskel.

Welt, ich habe gelo­gen.
Und jetzt fühle ich mich bes­ser denn je.

Das Gewicht der Welt exklu­sive mir

Die­ses Jahr werde ich 28 Jahre alt.
Und immer noch glaube ich an all die Geschich­ten von frü­her.
Die gan­zen Tricks und Mär­chen haben mei­nen Hori­zont geknickt.
Mein Kopf ist geflu­tet von der Schön­heit des Klangs der Welt.
Immer noch ver­fol­gen mich Raben und ich genieße auch das.
Mein Lebens­maß­stab ist die Frei­heit glück­lich zu sein.
Was ich bin.
Und ich bin dank­bar für alle Hür­den auf mei­nen Weg.
Das Gewicht der Welt ist erdrü­ckend.
Atlas trug schwer.
Aber ich über­for­dere meine Schul­tern nicht.
Ein Kreuz für jeden reicht.
Die Sonne nimmt mir meine Last.
Und nimmt mich auf in Ihren Plexus.

Die Hüte­rin der Erdbeere

Wenn Sie Mor­gens auf­wacht, ist sie kurz ent­täuscht.
Ihre Träume zei­gen Ihr einen Weg, eine Lich­tung der Möglichkeiten.

Sie ist etwas wet­ter­schüch­tern und außer­dem mit einem gro­ßen Herz beseelt.
Ihre Nähe duf­tet nach den Früch­ten von jen­seits des Waldes.

Aber von hier aus kann ich sie nur beob­ach­ten — mit mei­nem Kaleidoskop.

Ich ent­sende ihr ein Rot­kel­chen, einen Fuchs und einen Son­nen­strahl.
Um ihr ein Ver­spre­chen vom Früh­ling zu überbringen.

Hüte­rin, es wird März­was­ser flie­ßen.
Schüt­tel die Sor­gen ab.

Ich kenne ein Mädchen

Ich kenne ein Mäd­chen,
mit einem Herz aus Marmelade,

Sie wünscht sich stets an einen Ort,
wo kein Schat­ten fällt,

Ihre Sanft­heit bricht sich in Far­ben,
wie ein Prisma das Licht,

Schau nur wie Sie strahlt,
über alles hinweg.

Ozean

Ozean, stehle mei­nen Kör­per
Nimm mich auf in Dei­nen Schoß
und lasse mich in Dei­nen Wel­len ruhen

Lege Dein sanf­tes Grol­len über mich
und schaukle mein Ant­litz
in Dei­nem nas­sen Gut

Lass Möwen kom­men,
lass Wale zie­hen,
lass Winde treiben

Our work it is done

And for now we have won, our work it is done,
we will have to be nowhere tonight,
so lets soak up the sun,
and prance towards one of those haun­ting beau­ti­ful trees,
can´t you see?
love to be!
oh please hold me close and lis­ten to me

And my pil­low is warm, just from sleeping till dawn
there is not­hing that we shouldn´t be
so lets jump in the clouds,
and lets whi­sper aloud
“oh god, please let us be free!“
will you be?
come and see!
oh please open your eyes and merge into thee

Our work it is done

Sehn­sucht, 1985

Die Liebe einer Frau lin­dert die Welt.
Mit Ihren Hän­den vol­ler Sehn­sucht, Schmerz und Liebe, hüllt Sie dich in Behaglichkeit.

Der Duft einer Frau lässt Dich ver­ges­sen.
Mit Ihrer Quelle der Lei­den­schaft fliesst Sie Dei­nen Berg hinab.

Die sanfte Stimme einer Frau weckt Dich.
Ihre Worte vol­ler Ver­ge­bung und Hin­gabe locken Dich in die Welt.

Trau­rig­keit und Schön­heit ver­schmel­zen in den Augen einer Frau.
Bereit, um Dich zu lie­ben und zu ver­ste­cken, vor den Fän­gen der Welt.

Meine Zunge ist ein Schutzschild

Meine Zunge ist ein Schutz­schild.
Sie formt die Worte mei­nes Widerstandes.

Mein Atem ist ein Kind vom Wind.
Er trägt die Luft durch mich hindurch.

Die Bäume sind meine Schwin­gen.
In den Ästen ruhe ich.

Was meine Augen sehen,
in den Ster­nen,
in der Nacht,
kann nie­mals ver­ge­hen,
denn es wurde nur gedacht.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit

Mit hoher Wahr­schein­lich­keit kann man sagen,
dass wir alle ster­ben werden.

Nun macht mir die­ser Umstand keine Angst.
Viel erschre­cken­der finde ich die Unsterb­lich­keit.
Die Unend­lich­keit des Seins und unse­rer Dumm­heit.
Wir suchen nach Ant­wor­ten,
aber müs­sen uns mit den Fra­gen allein begnügen.

Mir sind schon viele Leh­rer und Meis­ter begegnet.

Mit vie­len Theo­rien, Vor­wür­fen und sei­de­nen Lächeln.
Sie haben mir Ideen gege­ben, was gut ist.
Aber doch schwim­men Sie durch die glei­che
ufer­lose Scheiße wie alle ande­ren.
Und ich sage das ohne Wut, ohne Hass, ohne Macht.

Mit hoher Wahr­schein­lich­keit kann man sagen,
dass wir alle Men­schen sind.

Die­ser Umstand alleine hält uns gefan­gen.
Wir sind limi­tiert und num­me­riert und abge­stem­pelt.
Das Aus­maß mit dem wir Men­schen uns mit
der Rea­li­tät aus­ein­an­der­set­zen ist belie­big.
Aber ganz ohne kommt nie­mand aus.
Jeder Atem­zug ist real, in wel­cher Form auch immer.

Mir sind schon Wahn­sin­nige und Genies begegnet.

Doch ist das nur meine Defi­ni­tion.
Beide stre­ben in ihre Rich­tun­gen der Per­fek­tion.
Stre­ben und Ster­ben lie­gen dicht zusam­men,
mit hoher Wahrscheinlichkeit.

Schwarze Magie

Ein geord­ne­tes Leben ist schwarze Magie,
ent­sprun­gen aus dem Kopf einer Priesterin

Sie tanzt sich in Trance,
damit Du Deine Kin­der hüten kannst

Gott und der Teu­fel küm­mern sich,
um den Müll und den Kindergarten

Bewusst­seins­er­wei­tern­des Pul­ver,
für die Steuererklärung

Eksta­ti­sche Tänze,
für den Familienurlaub

Danke, schwarze Magie!
Für mein geord­ne­tes Leben

Die wun­der­schöne Ver­zweif­lung des Nick Drake

Nick Drake

Ich kenne Nick noch nicht lange.
Mein Weg hat mich hier­her geführt.

Seit­dem er weg ist, hat er viele Freunde.

So läuft das halt. John hatte Recht:
“Ever­y­body loves you, when you´re six foot in the ground.”

Nick, ich höre Deine Ver­zweif­lung an der Schönheit.

Ich fühle wie Du vorm Abgrund gestan­den hast.
Vor die­sem gäh­nen­den Schwarz.

Aber ich höre auch Deine Träume.
Sie klin­gen nach.

Und Nick, ich habe gerade erst ange­fan­gen Dich zu ver­ste­hen.
Ich spüre Du hat­test viel zu geben, auch wenn kei­ner es haben wollte.

Es spielt auch keine Rolle.
Hunde mit schwar­zen Augen kom­men zu jedem von uns.

Danke Nick, dass wir an Dei­ner Ver­zweif­lung teil­ha­ben dür­fen.
Sie ist wunderschön.

In die Nacht schüt­ten wir Farbe

Trage den Fluß um Dei­nen Hals,
flie­ßend und tan­zend und küh­lend und klar,
lilane Lie­der und sil­ber­nes Rascheln,
waren schon lange vor uns da.

Komm mit zu den Wei­den,
wir wie­gen im Wind,
weh­kla­gen unsere Lei­den,
und flie­gen im Sinn.

Komm, lass uns diese Stadt anma­len,
die Farbe wählst Du,
wohin wir auch schauen,
erstrahlt sie im nu.

Der Mond ist der Zeuge,
unse­rer bun­ten Tat,
in die Nacht schüt­ten wir Farbe,
die leuch­tet wie am Tag.

Durch den wei­ßen Wald

Mit Dei­ner Hand trau ich mir zu,
durch den wei­ßen Wald zu gehen,
mich umzudrehen.

Mit Dei­nem Augen­blick kann ich,
in die Ferne sehen,
und es verstehen.

Du bist mein Kalei­do­skop,
ich will Dich dre­hen,
deine Mus­ter sehen.

Du bist mein Mor­gen­licht,
in der schwar­zen Zeit,
hältst Licht bereit.

Darf ich Dir fol­gen noch ein Stück,
bis wir ver­ste­hen,
das wir nicht untergehen.

Kann es sein, das wir uns schon brauch­ten,
bevor wir uns kannten?

Die Maschine

Hörst Du das?

Die­ser mecha­ni­sche Rhyth­mus, der erbar­mungs­los stampft.
Die­ses Getöse und Ger­um­pel, dass unter Dir brodelt.

Spürst Du die Vibra­tio­nen, die den Boden erbe­ben las­sen?
Riechst Du den öli­gen Geruch aus dem Kellergewölbe?

Dort steht sie.
Die Maschine.

Eine damp­fende, ras­selnde, spu­ckende und flu­chende Fan­ta­sie aus Zahn­rä­dern und Bol­zen.
Ein schau­der­haf­tes Uhr­werk, das zuckt und schreit.
Die­ses schwarze Unge­heuer ohne Seele, erschaf­fen von Menschenhand.

Wer hat sie gebaut?
Und wem gehorcht sie?
Wel­chen Zweck erfüllt sie?
Was bedeu­tet die rote Fünf?

Ich weiß was sie nährt, … was sie antreibt.
Und ich wünschte ich wüsste es nicht.

In Ihren Fän­gen sah ich Men­schen einst.
Hoff­nungs­lose Säu­fer aus den Rinn­sa­len unse­rer Stadt.
Die Wahn­sin­ni­gen und Ausgestoßenen.

Gefres­sen mit Haut und Haaren.

Die Maschine lebt wegen uns und von uns.
Das weiß ich jetzt.
Aber ich wünschte ich würde es nicht wissen.

Diese Maschine kann man nur bedie­nen, wenn man dem Wahn­sinn schon mal von der Schippe gesprun­gen ist.

Alles an sei­nem Platz

Ich sehe Sturm in Dei­nen Augen
und Gewit­ter in Dei­nen Wolken

Deine Haare erzäh­len von der Fremde
Deine Haut bringt mir ein fer­nes Lächeln

Du besiegst alles, ohne hinzuschauen

Ich kann Dich hal­ten
aber hal­ten kann ich Dich nicht

Rede mit mir

bis ich weiß warum
bis ich weiß wann
bis ich weiß wohin

Deine Stimme hilft mir
sie trägt mich weit weg

Dein Schauer umgibt mich
er wäscht meine Seele

Riot of perfume

Alle lie­ben den Nek­tar und jeder möchte Honig.
Ich bin jeder Gedanke, an den Du Dich gerne zurück erin­nerst.
Ich bin jeder Dei­ner schö­nen Träume, die noch kom­men wer­den.
Ich bin von allen Dei­nen Wün­schen der ehrlichste.

Duft ist Aus­lese und wir alle machen mit.

Cou­leur de Coeur

Ich brau­che eine Stimme, die mich beru­higt.
Ein zärt­li­ches Flüs­tern in der Nacht: alles ist ganz wunderbar.

Ich brau­che ein Zit­tern, um das ich mich küm­mern kann.
Eine Haut, die bebt und schwebt und mit Far­ben kreist.

Klein füh­len

Zeit­weise Sterne,
weit­rei­chen­des Rau­schen,
her­um­rei­sende Lich­ter,
schrei­ende Kinder.

Lau­fende Men­schen,
jubeln­des Atmen,
mög­li­ches Rut­schen,
präch­tige Farben.

Ent­fern­tes Rufen,
flie­ßen­des Was­ser,
laut­klin­gen­des Fal­len,
freund­li­ches Schaukeln.

Hef­ti­ges Dre­hen,
flaues Gefühl,
kleine Erwach­sene
und große Spielerei.

Alles was wir wissen

Ab und zu weiß ich was Du meinst.
Und es rührt mich zu Trä­nen,
mich zu erinnern.

Für den Bruch­teil eines Augen­blicks,
bin ich dort;
nicht hier.

Trotz allem was gesche­hen ist,
wis­sen wir noch nicht mehr als das.

Pro­kla­ma­tion mit Erdbeergeschmack

Nicht nur des Nachts locken Gedan­ken in die Ferne.
Fremde Wel­ten las­sen die Tür einen Spalt auf.
Las­sen wir die­sen Teil nicht ver­kom­men.
Trai­nie­ren wir den Wahn.
Tre­ten wir aus dem Kreis in den Wald.
Wäre es nicht schön sich zu ver­lie­ren?
Soll­ten wir uns nicht wün­schen, was wir nicht sehen?
Trei­ben wir ab, so kom­men wir an.
Las­sen wir ab, so rei­chern wir an.

Nichts oder alles ist keine Entscheidung.

Es pas­siert zuerst in unse­rem Kopf, danach da drau­ßen.
Keine Angst vor Nicht-Realitäten, das wün­sche ich uns.
Wenn wir uns an all­täg­li­chem klam­mern, nimmt es Besitz von uns.
Wir wer­den aus­tausch­bar und kalt.
Gefähr­lich und alt.
Schüt­teln wir alles ab mit einem Schulterzucken.

From a roof

From a roof i call you names
beat your heart into some shapes
put your fin­ger on my lips
along your bloody cur­tain drips
this came outs­ide a woo­den cave
neit­her taima­ble nor slave
a beast, a beast, a foolish feast
apart from what i´ve seen at least
be gone, be very gone, upset
the people call this beast to rest

Rocket sci­ence is brea­king my heart

Rocket sci­ence is brea­king my heart
drif­ting in space will tear us apart

So much things undone down here
Please don´t make us disappear

From mother earth to dar­ken stars
Ground con­trol to deadly mars

Wit­hout a home we´ll lose our love
coun­ting all the stars above

Das mensch­li­che Imperium

Das mensch­li­che Impe­rium
es ist kein Mys­te­rium
bewe­gen uns durch Zeit und Raum
man darf nicht nur sich sel­ber trauen
Keine Klas­sen, keine Ras­sen
Die Grund­bau­steine wer­den pas­sen
Am Anfang und am Ende
hal­ten wir die Hände
Die Zeit für Baby­lon ist um
nun kommt das mensch­li­che Imperium

Woods­ka­ter

Morning sun, come bright my eyes
behind my eye-lids, turning tides
soak my skin with war­ming light
paint my shadows left and right

Ever­y­thing breaks but my bones
ever­y­thing makes me feel alone
all the people turn to cou­ples
rise to love inside their shuttles

Before i start to trou­ble me
my regards to Mrs. C.
my vel­vet tree in sun­ken worlds
the shell is bro­ken cause of girls

Dance into my life
i´d love to see
your swin­ging candy

Some­thing sof­ter
some­thing good
ska­ting deep
inside a wood

Schwin­gen des Schlafes

Die tobende Nacht lau­ert vor mir
mit glei­ßen­den Träu­men in den Händen

Erneut hat sie mich gefun­den
und stülpt sich über mich

Ich ergebe mich der Ruhe
und treibe in das Schwarz

Sie nährt mich in der Stille
und stiehlt mich davon

Oh Vogel der Nacht
Trage mich hinfort

auf den Schwin­gen des Schlafes

Früh­stücksträu­me­reien

War ja klar, dass Du das noch weißt.

Es ist ein­fach, sich zu ergeben.

Einem Früh­stück,
einer Erin­ne­rung,
oder einem gewöhn­li­chen Sonnenuntergang.

Wir haben das Thema beleuch­tet, wie wir unsere Mahl­zeit mit Karate um die Ecke brin­gen könnten.

Wir ken­nen unse­ren Platz, unser Buch, unsere Geschichte.

Wir erwar­ten kei­nen regen­bo­gen­far­be­nen Him­mel. Nichts zu verlieren.

Mein schöns­ter Untergang

Mein schöns­ter Unter­gang
schlum­mert jen­seits des Lichts

Mein schöns­ter Alb­traum
ist ein Gefährte des Nichts

Mein ste­tes­ter Krieg
kein Ende in Sicht

Dies ist kein Weh­leid
ich liebe bei wei­tem
das Licht und die Schat­ten
Gesich­ter von beiden

Müde von Märchen

Wäh­rend ich wan­del fällt kein Schnee
Da ist kein Flüs­tern im Unter­holz
Kein Wind rührt mich
Um mich herum ist es ton­los
Frei von allem

Als ein­zi­ger schwebe ich nicht
Nackt und bar jeder Angst
Ohn­mäch­tig, aber nicht ohne Macht
Um mich herum ist es farb­los
Weg von allem

Und wäh­rend ich mich ins Grab tanze, erwacht die Musik

Das wirst Du glauben

I, upper rain­bow
(in heights i rise)
me and grea­ter beings
my fri­end in bei­jing
he makes people sing
every dark hour i swing
lines writ­ten lines ago
because i´m a secret dan­cer
my bones are shaking
naked i´m drea­ming
the girl is true
i rest on her morning
i pre­fer brea­t­hing for blee­ding
but there won´t be any life
wit­hout wounds
hurt your­self before you don´t hurt your­self
in fact, im mad — but never­mind
the rest of them are far behind
out of the shade, out of shape
never­mind, hands up for love
be down with people
jump in liquids — at least — try
this is how it should be done
krei­sel­fahr­ten landeinwärts

A Sau­sa­ge­ful of Secrets

Fly­ing sau­cers in the sky
gently moving, pass on by
hove­r­ing above our heads
reach your hands to where they rest

Make a jour­ney, visit space
bring some star­light to your face
we are drif­ting, taking time
mind the sau­cers, mind the sign

Every uni­verse is new
all the wat­chers see­king truth
all we ever are is dust
blo­wing through the black a must

Tra­vel­ling by speed of light
expe­ri­en­ces at a sight
until the signal has lost us
they take us home, the fly­ing saucers…

Das Herbst­li­che in uns

Das Herbst­li­che in uns
ver­ste­cken mit sich sel­ber spie­len
über das Blät­ter­werk ankom­men
wenn sich der Nebel lich­tet
sehen wir, wo wir die ganze Zeit schon waren
greif dir ein Boot und lass dich trei­ben
das Seichte legt sich auf dein Gesicht
wei­ter als jetzt warst du noch nie ent­fernt
von dem was du verabscheust

So wie Honig

es ist schon in ord­nung, ich blute nur.
es ist ja nicht so als ob die wol­ken mich tra­gen.
es geht ja nicht darum zu ver­schwin­den.
das geht sowieso nicht komplett.

in unse­ren her­zen spie­len wir zusam­men, viel­leicht im wald.
dort hab ich dich letz­tens gese­hen, in dei­nem lieb­lings­kleid.
du hast mich aus­ge­lacht, ich hatte mich erschro­cken.
aber das ist schon okay, du bist es ja.

so wie honig in milch und geschich­ten, bist du für mich da.
in mei­nen haa­ren liegt immer noch dein duft.
des­we­gen trage ich dich mit mir, bis zum nächs­ten kapi­tel.
und die geschichte hat uns schon oft gelehrt.

Final whi­sper

Like the wind i carry you on
a sight to behold
a hard thing to do
is lea­ving
lea­ving you

In the middle of a cloud
i caught your sight
i’m so happy
having tas­ted
your honey

more than this…

Code Fan­tino

Ich sehne mich nach einer Sucht,
die mich zu erträn­ken ver­mag,
ein Wald der mich ver­schluckt,
eine Stadt die mich ver­schlingt,
ein Mensch der mich erkennt.

Ich widme mich der Ver­nunft,
nach­dem Chaos meine Poren durch­kämpft hat,
Häu­ser bre­chen über mich her­ein,
schwarz und weiß und Nebel und Asphalt,
das Atmen ist mehr als das hier.

Cher­ry­tale

This is the story of a jour­ney, win­ged and armed to go beyond.
With fruity aura and cho­co­late trees.

Secret won­ders, don´t ask why
Of course i do and now sleep tight
Meet some people in your yard
Tell them how you´re torn apart
Tell them how you yearn at night
Tell them of what you caught sight

Let´s meet at the cho­co­late trees
We´ll lin­ger there so des­pe­ra­tely
Deep inside i feel alright
But i´ll never reco­gnize
Your eyelas­hes dren­ched in gold
Your cherry lips to behold

End­lich bin ich niemand

End­lich bin ich nie­mand.
Letzt­end­lich habe ich ver­lo­ren.
Am Ende bin ich nur zuletzt.

Ich bin ver­lo­ren und ja, es fühlt sich gut an.
Die Wärme umkap­selt mich so sehr.
Mein Ver­lust hat mich gewonnen.

Da wo ich hingehe

Da wo ich hin­gehe, sind keine Wol­ken.
Da wo ich hin­gehe, ist kein Him­mel.
Da wo ich hin­gehe, ist kein Wind.

Denn dort wo ich hin­gehe, strebt alles ins Nichts.
Kein Bedau­ern, keine Träume, keine Wünsche.

Es ist ein Ort, zu dem nicht jeder gelan­gen kann.
Es ist ein Ort, zu dem nicht jeder gelan­gen will.

Aber es gibt ihn und es wird ihn immer geben.
Die Pfade wan­ken durch die Welt.
Der Weg führt ins Nichts.

Klei­nes Tröpf­chen Gift (“Little drop of poi­son” — Tom Waits)

Ich mag meine Stadt, mit einem klei­nen Tröpf­chen Gift
Nie­mand weiß, dass sie sich ein­rei­hen um ver­rückt zu wer­den
Ich bin ganz alleine, ich rau­che meine Freunde her­un­ter bis zum Fil­ter
Jedoch fühle ich mich viel sau­be­rer, nach­dem es gereg­net hat

Und sie ging im Herbst, das ist ihr Bild an der Wand
Sie gab sich stets das kleine Tröpf­chen Gift

Hat der Teu­fel die Welt erschaf­fen wäh­rend Gott schlief?
Du wirst nie­mals einen Wunsch von einem Kno­chen erhal­ten
Ein wei­te­rer fal­scher Abschied und eine Hun­dert­schaft Matro­sen
Die­ser tief­blaue Him­mel ist meine Heimat

Und sie ging im Herbst, das ist ihr Bild an der Wand
Sie gab sich stets das kleine Tröpf­chen Gift

Nun, eine Ratte weiß immer, wenn es mit Wie­seln zu tun hat
Hier ver­lierst Du täg­lich ein biß­chen mehr
Ich erin­nere mich daran, als eine Mil­lion noch eine Mil­lion war
Sie alle haben ihre Metho­den, um Dich zum zah­len zu bringen

Und sie ging im Herbst, das ist ihr Bild an der Wand
Sie gab sich stets das kleine Tröpf­chen Gift

Und sie ging im Herbst, das ist ihr Bild an der Wand
Sie gab sich stets das kleine Tröpf­chen Gift

Weg sein

Nicht sein, wo man ist,
nicht spü­ren, wo man ist,
das ist der Schmerz der Weg­ge­blie­be­nen,
der Unent­de­cker,
der Nicht­fin­der,
wie lange will ich mich wie­gen in Sicher­heit,
bevor ich mich der Welt stelle?

In mir wohnt die Ruhe.
Die Ruhe, die mich wahrt und schützt.
Doch wovor schütze ich mich?
Will ich mein Leben lang ruhig sein?
Ersti­cke ich mein Schreien nach der Ferne?

Es ist gut mich das zu fra­gen, aber das reicht nicht.
Ich spüre das. Dem Him­mel sei Dank.

In die Ferne sehen

Hun­ger und Durst
Schmer­zen und Pein
Dis­tanz schmei­chelt mir
und lässt mich allein

Die Augen kön­nen sehen
erken­nen doch nichts
Die Boten des Ter­ros
im Schat­ten des Lichts

Ich höre die Schreie
und schme­cke das Blut
ich rie­che die Asche
und fühle die Glut

Man erzählt mir Geschich­ten,
fern ab und grau
ich ertaste die Flä­che
und weiß es genau

Man lässt mich alleine
und ich weiß nicht wohin
wem soll ich nur glau­ben
und wo liegt der Sinn

Nie­mand hat mich gelehrt
damit umzu­ge­hen
es sinn­voll zu nut­zen
und es zu verstehen

Ent­wir­ren

Über­set­zung von “Unra­vel” (Björk).

Wäh­rend Du fort bist
zer­fällt mein Herz
ent­wirrt sich lang­sam
in einen Ball aus Garn

Der Teu­fel sam­melt sie ein
mit einem Grin­sen
unsere Liebe
in einen Ball aus Garn

Er wird sie nie zurückgeben

Also wenn Du zurück kommst
wer­den wir unsere Liebe neu ent­ste­hen las­sen müssen

Alaska

Alaska went wal­king, down to the sea,
her hair waving gently, for all to see.

It´s a sad and beau­ti­ful world”, she said,
“It can make you cry in the blink of an eye.”

I hold her cold hand and tou­ched her white cot­ton,
ever­y­thing i mis­sed about her wasn´t forgotten.

There might be a way, through the woods towards north,
but there won´t be a tale wit­hout marks of scorch.”

Schwin­gen­der Schatz

Im Winde wehen Deine Wün­sche,
hin­aus über Gers­ten und Korn,
durch das Was­ser und die Wäl­der,
über Täler und Berge glei­ten Deine Rufe.

Unauf­halt­bar umkrei­sen sie die Welt,
durch Stürme und Schnee,
durch Köpfe und Ohren,
schal­len sie als Echo hinaus.

Ein klei­nes Kind im Gar­ten spielt,
im Mär­chen­tanz den Boden greift,
deine Wün­sche fin­det und hebt,
und in das Herz einschließt.

Erzähle allen Men­schen, dass Du siehst.

Vor Dir ein Ozean.
Hin­ter Dir ein Berg.
Unter Dir ein Vulkan.

Erhebe Dich und tanze.
Dein Leben öff­net sich.
Glück, du hast es bereits.

Vor Dir eine Men­schen­menge.
Hin­ter Dir ein Vor­hang.
Unter Dir die Bühne.

Schwimme hin­aus.
Auf den Hän­den Dei­ner Freunde.
Bewun­de­rung, du hast sie bereits.

Exch­an­ging States

my body trem­bles upon this
oceans sur­face
thres­hold of mind
waves reveal
what lies inside

orga­nic effu­si­ons
floo­ding bulk
com­bi­nes with us
swea­t­ing walls
and ceilings

tre­men­dous life­forms
hove­r­ing bene­ath us
ready to be
disas­sem­bled
through our hands

we absorb nature
but fail wit­hin
how can we
call this beast to rest
call this beast to rest

Zwölf Ver­bind­lich­kei­ten

Im Januar schwebt seicht
der Vogel her­bei
er teilt Deine Träume
und Wün­sche in zwei

Der Februar fol­gend
kris­tal­lin noch die Welt
Ich emp­fange den Wunsch
noch wäh­rend er fällt

Unend­lich­keit lieb­kost mich
umschmei­chelt mein Herz
ich kann danach grei­fen
durch den Spie­gel im März

Ich möcht’ es ver­su­chen
viel­leicht im April
ges­tern und mor­gen
halte ich still

Wie es wacht und atmet
das Leben im Mai
ich durch­streife die Far­ben
und freu mich dabei

Die Sonne im Juni
nährt uns gerecht
die Kin­der des Mee­res
sind natür­lich und echt

Im Juli sind Pfade
von Ges­tern und Heut
durch den Wald und die Auen
nie­mand hat es bereut

Hin­ge­bungs­voll strömt
der Fluss im August
wir wer­den uns tref­fen
das wird uns bewusst

Sep­tem­ber streicht ein
und schliesst in uns ab
das was gewe­sen
tut gut und macht satt

Der Okto­ber ist kühn
und sicht­bar wie Glas
Umschwung und Ober­flä­che
wie nas­ses Gras

Der Novem­ber streift meine Sinne
und schärft den Ver­stand
die kal­ten Trop­fen
wer hat sie entsandt?

Der Dezem­ber trifft uns
mit­ten ins Herz
lässt uns füh­len und hof­fen
und seg­net den Schmerz

Denial in first place, second my will

the earth is wrap­ped around me
in a king­dom of ghosts
and the sky the sky the sky
the sky is shivering

hold breath and jump around
like a blind fool in dis­guise
and feel feel feel feel
feel the rain

lis­ten to the sur­face
as it makes a cer­tain sound
and it cracks cracks cracks
cracks up for you

melt into my vel­vet
and push against the wall
like i wish wish wish wish
wish to fall

crawl under my thumb
for years since i become
a beast beast beast beast
beast of joy

ever­y­thing is fading
so reach into the void
as it slips slips slips
slips out of hand

Der alte Mann

Der Weg führte tie­fer in den Wald.
Über eine Lich­tung und vor­bei an den Fel­dern.
Der besagte Was­ser­fall war plötz­lich da. Rau­schend und kräf­tig.
Ich fand den alten Mann oben in der Hütte, die neben dem Was­ser­fall stand.
Er erwar­tete mich und bat mich hinein.

Ich kannte ihn. Er kannte mich. Ich sah ihn nicht.

Im Takt

Die Zeit ist krumm und schief
liegt in mir hoch und tief
gewun­den hier im Raum
ver­bun­den wie ein Traum

Die Stunde schlägt für mich
im Takt des Regens sicher­lich
umspült von kal­tem Nass
zer­wühlt sie dies und das

Sie läuft, ich laufe mit
Beweg mich, halte Schritt
Bleibe ste­hen, sie tut´s nicht
Umgibt mich wie das Licht

Die Minu­ten schwin­den schnell
auf mei­nem Karus­sell
tan­zend schnell gedreht
immer gleich bewegt

Unter mei­nem Mikro­skop
sind Tadel und auch Lob
Mil­lio­nen von Gefah­ren
die sich für mich bewahren

Sie läuft, ich laufe mit
Beweg mich, halte Schritt
Bleibe ste­hen, sie tut´s nicht
Umgibt mich wie das Licht

Ich werde wei­ter­ge­hen
und nicht nach hin­ten sehen
geb mir zu ver­ste­hen
ich will mich ewig drehen

Ich lass mir meine Zeit
nur dann bin ich bereit
zu wis­sen was ich kann
zu wis­sen wo und wann

Weil die Welt rund ist

Kommt Geschwis­ter, lasst uns rei­ten
durch die Zei­ten, wir uns leiten

in die Wel­ten, die wir flie­gen
die vor unse­ren Füßen liegen

Seid bereit für nächste Level
Son­nen­bad, when angels travel

Lasst zurück, was euch beschwert,
was an euren Her­zen zehrt

Was Ihr braucht, habt Ihr dabei
Eure Sinne sind nun frei

Kommt Geschwis­ter, folgt mir nun
denn es gibt noch viel zu tun

Lamento Terra

Von den Hügeln her weht ein Kla­gen
Die Erde ruft Ihre Kin­der heim

Sind unsere Beine tief genug ver­wur­zelt
um das Weh­kla­gen zu hören?

Sind unsere Trom­meln auf­recht genug
um Ver­bin­dung aufzunehmen?

Wir gehö­ren zu Ihr,
nicht sie zu uns

O Mar

Nichts ist vor­bei
das Atmen geht wei­ter
da vorne brennt Licht
ich schau es mir an

In den Wogen gebor­gen
durch Wel­len bewegt
an den Strand gespült
und Was­ser geschluckt

Ich setze die Segel
für meine Reise
in den Nor­den der Welt
um bei mir zu sein

Die sal­zige Luft
heilt meine Wun­den
die Möwen sie sin­gen
ich höre gern zu

In mir schlum­mern see­lig
meine Gezei­ten
meine Ebbe
und meine Flut

Wie schön kann es sein
das offene Leben
in jeg­li­cher Bahn
und sämt­li­chen Meeren

Ich liebe den Sturm
der mich packt und hält
der mich umgibt
und sicher trägt

Mein Ziel ist der Weg
und mein Traum ist real
meine Zeit ist jetzt
und ich bin da

Ich bin ange­kom­men
am Anfang der Welt
wo alles glit­zert und strahlt
und du bist da
und du bist wirk­lich da

Gabri­el­las sång

Artist — Helen Sjöholm. Über­set­zung aus dem schwedischen.

Jetzt gehört mein Leben mir
Meine Zeit auf Erden ist so kurz
Meine Sehn­sucht bringt mich hier­her
Was mir fehlte und was ich bekam
Es ist der Weg, den ich wählte
Mein Ver­trauen liegt unter den Wor­ten
Es hat mir ein klei­nes Stück gezeigt
Vom Him­mel, den ich noch nicht fand
Ich will spü­ren, dass ich lebe
Jeden Tag, den ich habe
Ich will leben, wie ich es will
Ich will spü­ren, dass ich lebe
Wis­sen, ich war gut genug
Ich habe mein Selbst nie ver­lo­ren
Ich habe es nur schlum­mern las­sen
Viel­leicht hatte ich nie eine Wahl
Nur den Wil­len, zu leben
Ich will nur glück­lich sein
Dass ich bin, wie ich bin
Stark und frei sein
Sehen, wie die Nacht zum Tag wird
Ich bin hier
Und mein Leben gehört nur mir
Und der Him­mel, den ich suchte
Den finde ich irgendwo
Ich will spü­ren
Dass ich mein Leben gelebt habe

An jeden der zweifelt

Greif Dir Dein Leben, sei frei
Atme ohne Angst und Sorge
Kämpfe für Deine Frei­heit
Tanze bis Du umfällst
Singe bis Du hei­ser wirst
Schme­cke, rie­che und fühle Deine Frei­heit
Koste Dein Leben aus
es gehört Dir
und nie­man­dem sonst

Nimm all Dein Leuch­ten
Nimm all Dein Mut
und erfülle Dich selbst

Ewi­ges Glück liegt in Dei­nen Hän­den
erkenne es

Schritt für Schritt

Unsere Schritte offen­ba­ren neue Mög­lich­kei­ten
umschlun­gen von tro­pi­schen Blu­men
glänzt der Weg vor uns
Schritt für Schritt
ent­de­cken wir mehr

Durch alle Ozeane die­ser Welt
wer­den wir tau­chen
Ich halte Deine Hand
Nur um Dich zu hal­ten
In Dir ver­sun­ken wie ein Schatz

Schenke mir eine Melo­die
Und ich schenke Dir ein Lied
Lass es uns sin­gen
Mit aller Kraft
Durch alle Gezeiten

Mit auf­rech­tem Blick
kann man über die Hügel hin­weg
das fried­li­che Tal erken­nen
wo alles Leben leuch­tet
und strahlt vor Glück

Eine Reise durch Zeit und Raum
Um Geschichte zu machen
Unsere Ver­gan­gen­heit, Gegen­wart und Zukunft
sind ver­eint in Har­mo­nie
und mit Kraft im Leben

Gedan­ken zur Wunderwand

Durch ein Loch in der Wand
kann ich das Para­dies sehen

Schwe­bende Wol­ken aus Farbe
lie­gen in der Luft

Men­schen sind dahin­ter
und ein fruch­ti­ger Geruch

Selt­same Dinge
gesche­hen auf bei­den Seiten

Wel­che Seite ist real
Und wel­che nur Fantasie

Zwi­schen Sehen und Ver­ste­hen
lie­gen Wel­ten und eine Mauer

Einen Ham­mer werd ich neh­men
und zer­stö­ren diese Wand

Das tue ich um zu sehen
ob die Wahr­heit ich erkannt

Doch die zarte Welt erschrickt
und ich ent­ferne mich noch mehr

Kann nicht grei­fen, kann nicht atmen
wo kommt das gefühl nur her

Als würde ich gezo­gen
an einem lan­gen Seil

Wie eine Mario­nette
oh mein Seelenheil

Kurz bevor ich erwachte
erfuhr ich den Grund

Den Grund für die Dis­tanz
und für die Vernunft

Es war die Angst
Ich sag es Euch

Ohne Furcht zu schrei­ten
Ist die große Kunst

Wenn ich doch ein Atom wär

Alle Atome sin­gen unser Lied
Ich kann sie hören
In jedem Ding

Ich würde bei Hitze vibrie­ren
und meine Mus­keln span­nen
Ich tue mich zusammen

Wis­sen­schaft­ler beob­ach­ten
durch ein Mikro­skop
schauen wo die Menge tobt

Schreien, Tan­zen, Sekun­där
oh wenn ich doch ein Atom wär

Dora­lice descends

don´t chase my uni­verse
cause later it´ll snow
in the first hour
like an echo

carry your love to the prince
and ask him for life
like your ent­ire pain
he can see through your eyes

melt with clouds
taste the white
descent into memo­ries
such a great height

who wants some of my burst
thrust for your mind
look around just to see
who´s alre­ady behind

Das Sim­mer­frimm Tal

Vor lan­ger Zeit leb­ten die Bewoh­ner des Sim­mer­frimm Tals in Glück und Frie­den. Der gol­dene Nek­t­ar­ström nährte das Volk mit sei­nen mil­den Gaben und alle waren zufrie­den und glück­lich.
Die Königs­kin­der herrsch­ten mit kind­li­cher Anmut und lieb­li­cher Nai­vi­tät. Ihre Eltern waren die Sonne und der Win­ter und so glänzte die Haut der Königs­kin­der perlend.

Hin­ter den schwar­zen Ber­gen lebte Grof­log, ein fins­te­rer Graf, der sein Leben lang in Grimm und Zorn auf sei­ner Burg ver­harrte. Er war es, der das Leben im Sim­mer­frimm Tal für immer veränderte.

Outs­ide a whisper

outs­ide a whi­sper
inside my mind
maybe i miss her
here i can find

maybe an ans­wer
to the ques­tion of who
ever­y­thing out here reminds me on you

nearly ama­zing
bro­ken in pie­ces
keep me awake
and hope for all reasons

my arms are an island
and you are the ocean
i love to feel your waves
they keep me in motion

Skó­ga­foss Diary

you´re the story
i haven´t told yet

unhe­ard melody
yet to be com­po­sed
but you are there
some­where
fli­cke­ring
tas­ting
reaching

outs­ide my shell

you´re the forest
in which i search for
foot­prints, hints and traces

unchain me from this world
paste your­self
around me
solve my puzzle

i can sense it
throb­bing
the way from me to you
like a vein
fil­led with our blood

In the heat of empires

Float into me
like i float into you
i am the river
the ocean is you

please stay awake
while i fall asleep
catch me in dreams
my gol­den honey

im not afraid
if you´re not afraid
cause im not afraid
if you´re not afraid

face vs. faith

let me drown in your satin
let me float upst­ream
let me drink your mad­ness
i´ll be around

like i can´t explain how
you where meant to be
feel the cer­tain distress
to be on your way

have your­self a lin­ger
and write down your lines
let some cand­les burn down
i´ll be there soon

meet your fear
down here
and let your­self go
let your­self go

meet your fear
down here
and let your­self go
let your­self go

what shall i be afraid of
you bet­ter ask your­self
find the ans­wer, up there
and you´ll won­der why

Wenn Ihr sie seht

Wenn Ihr sie seht, sagt ihr, es tut mir leid
All die Lie­der und Gedichte, all die Sor­gen und Hoff­nun­gen
Bitte sagt ihr, ich hätte es so nicht gewollt
Der Schmerz schraubt sich durch mei­nen Kör­per
Ich möchte dem jetzt gleich ent­flie­hen
Aber wenn Ihr mit ihr sprecht, ganz sanft, dann schenkt ihr ein Lächeln von mir
Sagt Ihr, ich habe sie geliebt, von Anfang an
Eine Liebe, die nicht ein­fach so auf­hört
Schaut ihr in die Augen und sagt ihr die Wahr­heit
Dass ich ihr sehr dank­bar bin und dass sie mich zu dem gemacht hat, was ich jetzt bin
Sagt ihr, dass unser Weg sich trennt und dann trös­tet sie
Oh bitte schenkt ihr Frie­den, ich kann es jetzt nicht mehr
Bitte passt gut auf sie auf, gewährt ihr Obhut
Unsere Her­zen wer­den ein­an­der nie ver­ges­sen
den sanf­ten Rhyth­mus unse­rer Liebe

Das Som­mer­gras sei Zeuge

Berühre die Ewig­keit mit den Fin­ger­kup­pen
Aber erschrick nicht, auf Dei­nen Wegen ruht so man­che Seele
Steige in Dein Bild ein und lebe es
Spiele mit dem Wind, streichle den Hori­zont
Male die Wol­ken und tanze auf ihnen
Ent­ferne den Schleier und bli­cke weit
Wir wer­den uns hin­ter jenem Hügel tref­fen
Ein Ver­spre­chen zwi­schen uns
Es zu hal­ten unsere Luft
Gehen wir inein­an­der auf und blü­hen
Der Schein ist mehr als ein sol­cher
Hier in unse­rem Bild

Mein Name ist Burt

Als die Trom­pe­ten ein­setz­ten, schloss ich die Augen
Schön, so schön tref­fen Sie mei­nen Traum
For­dernd und ewig
Meine Hände bewe­gen sich im Takt
ich schliesse die Leute in mei­nem Rei­gen ein

Hört mir zu, ich bin ein ein­fa­cher Mann
Sen­si­bel und emo­tio­nal hoch gewach­sen
Ich weiß, was zu tun ist
um die Men­schen zum Wei­nen zu bringen

All meine Freunde
durch sie wird es wahr
Meine Noten und Worte
sind nun mehr da

Let the river sigh

The mus­cle of kyoto, divi­ding our time
reflec­ting our sche­mes and things
with love

uncon­di­tio­nal spare-time, wit­hout the mani­fest
let me rest bene­ath your skin

i trans­cend the day and night
and let the river sigh

The rhythm of bahia, remin­ding us to smile
revol­ving our lungs and ears
with love

expo­sing our minds, wit­hout the mani­fest
let me rest on your lap

i trans­cend the day and night
and let the river sigh

Sun­rise lullaby

shel­ter shel­ter in the par­lor
shiny walls all made of mar­mor
brea­t­hing hard to feel the motion
kno­cking on the waves of ocean

plea­sing plea­sing rush of ruby
hold him down, the dancing looby
hold him down, the burning guy
make a wish and soon deny

ailing ailing soon im fai­ling
twist my eyes while im deba­ting
twist my heart while i am waving
fare­well my love as i am fading

tears will fall and joy will rise
twinkle twinkle little eyes

Odor

An orange blossom is get­ting acquain­ted with praise
her ima­gi­nary per­fume sedu­ces at the very first morning
when will this hol­low thirst be dren­ched?
quench me, oh blossom –
hear my praise

Tics (Blum­feld)

Tics” ist die erste Sin­gle­aus­kopp­lung aus dem aktu­el­len Blum­feld Album “Ver­bo­tene Früchte”.

Ich sehe Dinge, die nicht da sind
ich säe Wind und ernte Sturm
ich sing mich selbst und denke “Wahn­sinn“
auf mei­nen Run­den um den Turm

Die Zeit ver­rinnt, die Wüs­ten wach­sen
ich geh und zähle meine Tics
die Men­schen sind wie sie sind, ich muss der Nach­welt noch faxen
mei­nen Satz mit X

Immer die selbe alte Lita­nei
ich trag mein Kreuz und schrei mei­nen Schrei
die Leu­ten job­ben und woh­nen in ver­küm­mer­ten Zonen
und fin­den nichts dabei

Die Göt­ter sind kor­rupt
das Leben ist nicht fair
der Him­mel ist kaputt
die Träume ste­hen leer
Die Wahr­heit tut oft weh
das klingt viel­leicht banal
doch so, wie ich es seh
es ist nicht egal

Ich seh den Reich­tum, seh die Reste
wenn ich auf mei­nem Hügel steh
Ich seh die Hüt­ten und Paläste
zwi­schen Crack und Milchkaffee

Ich seh von fern die armen Sün­der
mit nega­ti­ven Ener­gien
sie set­zen Autos in Brand und wer­den die Aus­la­gen plün­dern
und um die Häu­ser ziehn

Andere gelo­ben mehr Demo­kra­tie
Pro­blem ist nur: kei­ner glaubt noch an sie
Die Sie­ger schrei­ben Geschichte, ich sing meine Gedichte
und mach mir Sor­gen wie nie

Die Göt­ter sind kor­rupt
das Leben ist nicht fair
der Him­mel ist kaputt
die Träume ste­hen leer

Die Wahr­heit tut oft weh
das klingt viel­leicht bru­tal
doch so, wie ich es seh
es ist nicht egal

Spä­ter wenn ich in mei­nen Wol­ken sitze
in mei­nen Sphä­ren aus Schall und Rauch
Schlage ich Fun­ken, schleu­dere Blitze
und mei­nen Don­ner rol­len lass ich auch

Alles geht neben-, nach– und durch­ein­an­der
Hel­les und Dunk­les, Stille und Krach
Komm wir ver­su­chen es noch mal mit­ein­an­der
hel­fen uns durch die Nacht

Die Göt­ter sind kor­rupt
das Leben ist nicht fair
der Him­mel ist kaputt
die Träume ste­hen leer

Die Wahr­heit tut oft weh
und Dar­win war genial
doch so, wie ich es seh
es ist nicht egal

Die Göt­ter sind kor­rupt
das Leben ist nicht fair
der Him­mel ist kaputt
die Träume ste­hen leer

Die Wahr­heit tut oft weh
und all das ist nor­mal
doch so, wie ich es seh
es ist nicht egal

Beyond yes­ter­day

All this and more”, the guy announ­ced
the crowd glan­ced at him
the streets echoed his words in ever­yo­nes ears.
His mad eyes stroked all heads
“Don’t be afraid” he whi­spe­red, ”it´s just me”

Samba da benção (Viní­cius de Moraes).

Mar­cus Viní­cius da Cruz de Melo Moraes, kurz Viní­cius de Moraes (* 19. Okto­ber 1913 in Gávea; † 9. Juli 1980 in Rio de Janeiro) war ein bra­si­lia­ni­scher Dich­ter, Gitar­rist und Diplo­mat . Er schrieb viele, vor allem in Süd­ame­rika bekannte Werke und Gedichte; unter ande­rem schrieb er die Vor­lage für den Film Orfeo Negro, sowie den Text zu Baden Powell de Aqui­nos Kom­po­si­tion Berim­bau und zu diver­sen Bossa-Nova-Stücken von Anto­nio Car­los Jobim.
Quelle: Wiki­pe­dia

Hier der wun­der­schöne Text zu dem Lied “Samba da benção”. Auf deutsch über­setzt von Kay-Michael Schrei­ner, in dem Buch “Saravá”.

Samba des Segens

Es ist bes­ser froh zu sein als trau­rig
denn Froh­sinn ist das schönste auf der Welt
es ist wie das Licht im Her­zen.
Um aber einen wirk­lich schö­nen Samba zu machen
braucht man schon ein biß­chen Trau­rig­keit – bis
sonst kann man kei­nen Samba machen – nein.

Sonst wäre es so, als liebte man eine Frau, die nur schön ist. Was soll´s? Eine Frau muss außer ihrer Schön­heit noch irgend etwas haben, etwas trau­ri­ges, etwas, das weint, etwas, das Sehn­sucht spürt, ein Wis­sen um ver­letzte Liebe, eine Schöhn­heit, die sich aus der Trau­rig­keit nährt, zu wis­sen, eine Frau zu sein, geschaf­fen nur um zu lie­ben und zu lei­den für die Liebe und um nur Ver­ge­bung zu sein.

Samba machen ist nicht so wie einen Witz erzäh­len
Wer so einen Samba macht, der ist nichts wert
Ein guter Samba ist eine Art Gebet
Denn Samba ist die wie­gende Trau­rig­keit
und Trau­rig­keit hat immer eine Hoff­nung – bis
Eines Tages nicht mehr trau­rig zu sein – nein.

So wie diese Leute da, die das Leben so leicht neh­men. Vor­sicht, Kame­rad! Das Leben ist eine ernste Sache, und täusch dich nicht, nein, es gibt eben nur eins. Zwei wären schon gut, nie­mand wird mir aber sagen, er hätte sie, wenn er das nicht wirk­lich bewei­sen kann, mit einem Zer­ti­fi­kat, aus­ge­stellt im Nota­riat des Him­mels und unter­schrie­ben: Gott! Und nur mit beglau­big­ter Unter­schrift. Das Leben ist kein Kin­der­spiel, Freund! Das Leben ist die Kunst des Sich-Begegnens, obwohl so vie­les im Leben sich ver­fehlt. Immer ist da eine Frau, die dich erwar­tet, die Augen vol­ler Zärt­lich­keit, die Hände voll Ver­ge­bung. Lass ein wenig Liebe ein in dein Leben und auch in dei­nen Samba.

Laß ein wenig Liebe ein in dei­nen Rhyt­mus
du wirst sehen, nie­mand kann besie­gen
die Schön­heit eines Sam­bas – nein.

Denn der Samba stammt dort oben aus Bahia
und wenn auch seine Worte heute weiss sind (bis)
so ist er tief im Her­zen doch noch schwarz.

Liquid Rain­bow

Uns wür­den flüs­sige Regen­bo­gen aus dem offe­nen Mund lau­fen.
Das tiefste Schim­mern in unse­ren Augen, das wir je hatten.

Auf unse­rer Haut wür­den orga­ni­sche Kris­talle fun­keln,
die bis zum Him­mel strahlen.

Alles bebt und die Welt um uns herum taucht ein in ein Märchen.

Erin­ne­run­gen, die in den tiefs­ten Tie­fen unse­rer Seele lagern,
würde wie tau­send Per­len in den Kopf sprudeln.

Alle Gefühle die man bis zu die­sem Zeit­punkt fühlte,
schei­nen nun unvoll­kom­men und surreal.

Die Farbe in unse­rem Kopf.

Es ist alles so einfach

Die Welt, die Welt, die Welt.
Das Geld, das Geld, das Geld.
Der Vor­hang fällt und fällt und fällt.
Du bist ein Held, ein Held, ein Held.
Sie hören dir zu und zu und zu.
Es scheint im nu, im nu, im nu.
Gehört Dir die Welt, die Welt, die Welt.

Where i was born

Mach euch bereit. Heute besu­chen wir die Stadt mei­ner Geburt.
Sie ist gemacht aus Salz und hat Türme die in der Sonne glit­zern.
Macht euch bereit. Mor­gen waren wir in der Stadt mei­ner Geburt.
Sie war gemacht aus Kris­tall und hatte Paläste aus Gold.

Grand dormi

Als ich ges­tern Nacht unter Was­ser schlief, ging es mir gut.
Ich schlief tief und fest und ich habe viele nette Leute getrof­fen.
Sie haben mir ein Lied gesun­gen und ich fühlte mich sehr leicht.

Stand by

Rote Augen star­ren mich aus der Dun­kel­heit an.
Ener­gie fließt durch ihre Adern.
Lang­sam habe ich mich an sie gewöhnt und ich kenne alle ihre Namen.
Sie war­ten auf mich. Sie sind bereit.

Sur­roun­ding

Ja, ich höre das Geräusch immer noch.
Seit­dem Du mich das letzte mal gefragt hast hat sich nichts geän­dert.
Naja, eigent­lich doch. Es ist lau­ter gewor­den.
Es umkreist mich.
Ich ver­su­che mir ein­zu­bil­den, dass ich es nicht höre, aber dass stimmt nicht.
Ich höre es… immer. Und es wird lauter.

Visit of an old friend

Meet the River
Ask him in hope­l­ess fights
He is strong and wide
Cold Liquid divi­des the night

Hear the stars
They´re lonely glo­wing high above and showing
You´re not alone my child but floating

Mein Blu­men­feld

Ich betrachte die Welt, ohne jeden Zwei­fel.
Strö­mende Wel­len, sanft und ohne Hast.
Wenn sich das Land offen­bart, mit dem tau­meln­den Pfad,
dann sind wir zu Gast.

Wenn die Glut erlischt, das Licht neigt sich dem Ende.
Erha­ben­der Klang, weich und ohne Eile.
Wenn die Dun­kel­heit schleicht und uns bald erreicht,
dann sind wir zu Gast.

Die Nacht, anmu­tig und schön.
Ich möchte in sie gehen.
Tau­send Wun­der reich.
Ein schwar­zes Para­dies,
vol­ler Möglichkeiten.

Ganz früh, die Welt erwacht im Licht.
Fäden des Taus, umhüllt die Welt mit Trop­fen.
Glän­zen­der Schein. Spiel mit Licht und Far­ben.
Was wird Heut geschehn, ich möchte es sehen.

Dawn of love

Today my rea­sons blaze high
in the blue grey sky
and baby i won­der why
you´re startin´to sigh

rise, rising up in the dawn of love
rise, rising up in the dawn of love
It´s our chal­lenge to feel
what´s cau­sing us to reel
we want to make it just real
to ease us and heal

rise, rising up in the dawn of love
rise, rising up in the dawn of love

This is it i am done
my heart has just won
like a trip to the sun
you can be the one

rise, rising up in the dawn of love
rise, rising up in the dawn of love
rise, rising up in the dawn of love
rise, rising up in the dawn of love

when i come home … dusty, scram­bled and weary

leave a light on
just be there, be my home
and i will be your loving stone
now take my head and take my hair
let me rest wit­hout des­pair
leave a light on
when i feel exhaus­ted and drai­ned
Not­hing ven­tu­red, not­hing gai­ned
no need to explain but the look in your eyes
my thoughts on mid­night depths and highs

Human Sum­mer

A warmth enca­ses me, the cer­tain dignity remains
even when i pass the streets, i had nearly gone insane
Some­ti­mes i won­der where the time has pas­sed
when i will find my peace on earth at last
we breath in mira­cle and exhale life

Until i fall apart

Rush to your favou­rite city
and have your­self a break
Dance with tears of joy
the rest of your life

This day will come
and it´ll break your heart
all the people there
know who´s living around

the grea­test fury of all
is the beast of inner watching
just before sun­rise
in the dawn of listening

the dar­k­ness of under­stan­ding
the shadows on the walls
glim­me­ring point of views
shi­ve­r­ing hori­zonts
kiss me kiss me
until i fall apart

let me feel

New Divinity

I was visi­ted by a gol­den thought
I was visi­ted by an aban­do­ned me
keep brea­t­hing under­wa­ter
until the destiny got me
We´re equally the same
fly by my side
on the wings of our game
intro­duce me to your name
The­res a pat­tern in my soul
only you can read the signs
now who´s in con­trol
of my words and my lines?

A guide to live on the mountains

Sel­dom Shape she has
Ignit­ing the aut­hor
and i have to bother
just to feel

We could smell the spring
rising inside us
so push up your ligh­ters
for our song

Con­fu­sed i am
or is it exci­te­ment
i feel the delight­ment
to be true

A rock she needs
to catch her waves
been floaty for days
just to breath

And a man she wants
unblo­cking her pre­sence
well this is my essence
of today

soon come

i found her dancing on a moun­tain top
screa­ming wildly off her head
a smile on the lips
shaking her hips
throug­hout the coun­try side

i found her belie­ving in her dreams
a brave heart and the will to feel
she will make me sigh
in the blink of an eye
all across the woods

i found her won­de­ring why and belie­ving who
brea­t­hing softly down below
under the stars tonight
under the stars tonight