Hundert Wege aus der Unendlichkeit

Aufgeschrieben von Stefan Zisting

Alles endet in den Sternen

Der Raum zwi­schen uns, über den wir oft spra­chen
Bei Regeln und Brot, die wir gerne brachen

Alles endet in den Ster­nen”, sag­test Du, und Du behiel­test Recht
Meine Bran­dung, mein Leben, alles ist echt

Sie woll­ten nicht zuhö­ren und an nichts glauben

Sie woll­ten nicht zuhö­ren und an nichts glau­ben
In uns schlum­mert Sil­ber und sie woll­ten es rauben

Sie woll­ten beherr­schen und Kuchen spen­die­ren
ich möchte sie has­sen und kann nur verlieren

Flucht­werk

Ich drehe mich um mich und spre­che den Reim,
Die Welt schwin­det im Schwin­del und lässt mich allein,
ich komme zur Ruhe und seh wie­der klar,
Die Stadt, meine Kir­che, Dein Herz, mein Altar.

Pax

Der Hafen mei­ner Träume liegt an einer Stadt aus Wind und Ton.
Kin­der spie­len in bun­ten Gas­sen aus Glas und Zucker.
Die Men­schen hier sind glück­lich und alles wiegt leicht.

Es knis­tert und rauscht nach Schif­fen und Cel­lo­phan.
Der Duft von Wol­ken über­all und es schmeckt nach Zeit und Liebe.
Diese Stadt schenkt mir Leben und Mut.

Für alles andere gibt es Regen

Oh mein inne­rer, inne­rer Frie­den!
Dich muss man ein­fach lie­ben.
Dich muss man ein­fach leben.
Für alles andere gibt es Regen.

Schwa­nen­hals

Mein Herz ist sal­zig, von ver­schluck­ten Trä­nen
durch mei­nen Schwa­nen­hals entlang

Ich steige empor, noch mehr als zuvor
als ich durch die­sen Nebel­see verschwand

Das Gold in mir ist fern von allem,
was jemals in Dei­nen Hän­den lag

Ich spüre den Käfig um mich, immer enger
weil jeder hier gerne Platz neh­men mag

my trou­bled mind

my trou­bled mind is black and blue
it’s riding hor­ses to dark places

tan­g­led in the clouds tonight
until the morning shi­nes a light

Es ist vol­ler Sterne

Eine Scha­tulle aus Samt
schmei­chelt zart Deine Hand

Heim­lich um Dich Du schaust
formst die Hände zur Faust

Ein ver­stoh­le­ner Blick
um die Ecke geschickt

Lang­sam machst Du sie auf
steigt zur Nase herauf

Erin­ne­rung von fer­nen
mil­lio­nen von Sternen

Die Summe von allem

Getra­gen von Leicht­sinn,
schwebt mein Kopf mir davon,
bringt die Kunde von Sonne,
und Glitzerbeton

Schlage Brü­cken und Räder,
über offe­nes Land,
hin zu Wol­ken und Weh­mut,
wo ein Lächeln ich fand

Ver­such zu erklä­ren,
wo der Sinn mir nach steht,
was zu fin­den ich hoffe,
im blü­hen­den Beet

Ich koste den Odem,
und lasse mich fal­len,
deine lie­ben­den Hände,
sind die Summe von allem

Du hast mir mei­nen Namen genommen

An einem Früh­lings­tag,
drückte mich der Wind aus mei­ner Höhle,
hin­ein in das Was­ser und in deine Arme,
flie­ßen wie Ver­ge­bung durch das Land,
pur und empor und nie­mals zurück,
zum Leben gebo­ren,
von Bäu­men gepflückt.

Tin­ten­fall

Wie Tinte flie­ßen wir durch die Nacht
das hal­ten wir für ange­bracht
trei­ben wei­ter, trei­ben ab
bis der Tag uns nicht mehr mag

Blei­ben hung­rig, durs­tig auch
tas­tend durch den schwar­zen Rauch
lachend krei­selnd auf Vinyl
wie Dia­man­ten mit Gefühl

Man­del­heim

Wenn du flüs­terst, split­tert Eis
mir wird win­dig, mir wird heiß

Wenn Du atmest, sprie­ßen Blu­men
vol­ler Leben und Volumen

Wenn Du tanzt, dann mit Ato­men,
füllst die Welt auf mit Aromen

Wenn Du lachst, dann falle ich,
him­mel­wärts, ohne Gewicht.

Der Krie­ger aus Pankow

Mit ver­schränk­ten Armen
lässt er sich rei­sen
durch die Stadt
durch die Welt

Der Blick fest und linde
gegen den Strich
vom Leben gezeich­net
vom Gip­fel er wich

Was lässt ihn besin­nen
uns rau­nen im Blick
was schärft seine Sinne
und unser Geschick

Wer traut sei­nen Augen
in unse­rer Welt
Herr Pfef­fer lässt grü­ßen
das Schwei­gen, es hält

Stromab

Wir beide tra­gen Klee
dicht am Herz bei Schnee

Lodern und ent­fa­chen
kleine Diamanten

Alle Geräu­sche ver­schmel­zen
zu flüs­si­gen Vibrationen

Wir for­dern die Welt auf,
aufzugeben

Du und Ich sehen das glei­che,
Mil­lio­nen Men­schen stromab

Wir sind im Früh­ling erwach­sen gewor­den,
irgendwie

Kei­ner von uns würde zögern,
jemals

Tau­send Wun­der lang

Ruhe­voll im Sphä­ren­licht,
Bewan­dert aus der Sternenschicht,

Schlum­mer­gold und Pfir­sich­haut,
Wäh­rend Würde müde schaut.

Pack Sie ein, in Woll und Garn,
dann kann man sie nach Hause fahren,

Tau­send Wun­der wir­ken lang,
solange man noch träu­men kann.

Wenn wir jemals nichts sind, erin­nere mich

Ich falle für Dich, aus einem Mär­chen viel­leicht
und halte nur warme Worte bereit

Wenn wir jemals nichts sind, erin­nere mich
und halte es gele­gent­lich gegen das Licht

They won´t ever know

My soul is a dia­mond
lying in your cave
please never remove it
that i won´t go astray

My heart is a beggar
sit­ting on the street
free­zing in the win­ter
drin­king recklessly

My bones they are shaking
shaking to the ground
descend into nowhere
never will be found

My head is get­ting heavy
sin­king down below
all i ever wan­ted
they won´t ever know

Es ist so kalt, jetzt

Ange­kom­men am Grund des Mee­res,
Wun­der­sa­mes, tanzt für mich

Irre Lich­ter, len­ken Bah­nen,
ver­wir­beln sich auf ewiglich

Benom­men, ehr­lich, währt am längs­ten
Atemlosigkeitsberauscht

Nicht mehr den­ken, nicht mehr trei­ben,
nur noch wesent­lich, unlaut

Sorge Dich nicht, Kyoto

Kurz bevor es geschah, nahm ich eine umfas­sende Stille wahr.
In mir und um mich herum war es abso­lut tonlos.

Ich spürte, dass die pure Exis­tenz mir einen Moment gewährte und mich in ihrem Schoß einschloss.

Mein Herz schlug in einem uner­war­tet ruhi­gen Rhyth­mus und ich war bereit.

Als der Wal mein Boot streifte, spürte ich wie mir die Trä­nen über mein Gesicht liefen.

Der Wind wollte mich nicht

Der Wind wollte mich nicht dem Pla­ne­ten ent­zie­hen.
Hier­zu­blei­ben und fortan auf Rei­sen zu gehen.

Nicht zu fegen als ob man schier wol­ken­reich wär.
Und boden­los trei­ben wie offen im Meer.

Fort an und zu wei­len, wie ein Ding in der Luft.
Will der Wind mich nicht tra­gen in den Wolkenduft.

Nutz­lose Landschaft

Wozu all das blau?
Wozu der Wind in den Bäu­men?
Wozu die Sonne am Morgen?

Wenn Du nicht bei mir bist,
ist alles nur nutz­lose Landschaft.

Kirsch­bombe

Du ergibst Dich in jede Rich­tung.
Strom­auf­wärts, nicht zu knapp.

Hältst Hun­derte für Mil­lio­nen.
Bau­melnd von den Ohren hinab.

Esper

Es soll immer alles,
mir ist so karamell.

Bli­ckend wis­sen alle,
Zucker spinnt sich schnell.

Aro­men drän­gen stän­dig,
kris­tal­lin empor.

Höre hell und sehe klar,
dann tre­ten Wun­der vor.

Der Kuss des Kosmonauten

Oleg nahm alles ganz genau war.

Es blieb ihm hier oben auch gar nichts ande­res übrig.
Als eine ein­same Ver­wir­be­lung in der ewi­gen Nacht.
Wie lange er schon durch den Kos­mos glitt – er wusste es nicht mehr.
Die Zeit hatte ihn auf­ge­ge­ben und er sich selbst auch.

Oleg dachte an seine Frau.

An ihre ver­ge­ben­den Hände, in die er sich ver­liebt hatte.
An ihre erste Nacht unter dem Ster­nen­him­mel im Juli.
Diese Erin­ne­run­gen waren ein Anker in die­ser schwar­zen Wüste.
Aber schon bald würde er im Sand ertrinken.

Oleg fasste einen Entschluß.

Er würde nicht in Trauer und Wahn­sinn ver­fal­len.
Das Ende der Geschichte würde er ganz alleine schrei­ben.
Seine Lip­pen form­ten ein Lächeln, als er in Gedan­ken ruhte.
Sie war jetzt bei ihm und hielt seine Hand.

Oleg öffnete den Helm.

Ganz lang­sam kamen sich ihre Lip­pen näher.
Ein inni­ger Kuss, umge­ben nur von Raum und Zeit.
Sein Herz lachte, denn er wusste alles würde nun gut werden.

Oleg nahm all dies ganz genau war.

Man kann einen Tag nicht verlängern

Ich brüte Gedan­ken
ganz schutz­los und bar
manch einer mag den­ken
ey junge, komm klar

Ich höre Geschich­ten
von jen­seits des Walds
und kann hier kaum glau­ben
es fruch­tet und schallt

Wer mag mir befürch­ten
der Him­mel klart auf
und obwohl es nicht wahr ist
fließt Was­ser hinauf

Wo immer der Tag ist
immer gleich lang
heben wir ab, gemein­sam
was mit Sonne begann

Syn­ap­sen sol­len tanzen

Syn­ap­sen sol­len tan­zen,
ste­tig klop­fen soll mein Herz,
junge Men­schen bre­chen Lan­zen,
und stop­pen schnell den Schmerz.

Meine Fin­ger­kup­pen ahnen,
was dahin­ter sich ver­birgt,
meine Hände len­ken Bah­nen,
bis der Win­ter mich verwirkt.

Ich habe mal gekos­tet,
was zu flüs­tern man nur traut,
und ich habe es genos­sen,
bis man lüs­tern um sich schaut.

Sei Sau­er­stoff

Schritt für Schritt im Nachtgewand,

erhebt sich stets mein Haupt,

vor­her habe ich nicht erkannt,

was man noch so braucht.

Gefil­terte Bläs­chen rei­nen Ichs,

stru­deln durch den Tank,

Mehr noch von mir gibt es nicht,

trotz Stoff­lich­keit und Dank.

Du fühlst Dich noch nicht klein genug

Du fühlst Dich noch nicht klein genug,

du wähnst Dich noch zu sicher,

kein Schwei­gen hält hier ewig,

kein Wunsch ist hier zu groß.

Du bist noch nicht zufrieden,

du hast noch kein Bedarf,

kein ufer­lo­ses treiben,

kein mah­nen­des Gespräch.

Wie man die Welt vergisst

Was muss man tun, wen muss man bre­chen, um sich an der Welt zu rächen?
Wohin nur rei­sen, wem denn glau­ben, um der Welt das Ich zu rauben?

Wie könnte ich ver­ges­sen, was mich durch­dringt und nährt.
Wie könnte ich nur mes­sen, den Schmerz der mich durchfährt.

Ich schätze es umgibt uns alle. In jedem Sein und jeden Sinn.

Was soll ich noch schrei­ben, bis jeder müde ist.
Ich habe nicht erfah­ren, wie man die Welt vergisst.

Die Herr­lich­keit des Zufalls

Die Herr­lich­keit des Zufalls steckt in jedem Juni­fall,
in jedem Ate­maus­stoß eines jeden Idio­ten,
die Schöp­fung kreist um uns wie ein Falke,
und stösst auf uns herab.

Wir kata­pul­tie­ren uns in das Gemenge,
aus Lust und Ato­men,
vol­ler Rausch und Bilan­zen,
und fres­sen uns selbst auf.

Täler Wol­ken­nest

See­len hän­gen schwer über Täler Wol­ken­nest,
Flü­gel schla­gen wei­ter solange mor­gen wächst.

Ermittle Deine Mitte und ent­scheide Dich danach,
ob zu rei­sen es sich lohne mit Hast oder Gemach.

Medi­o­cre

Ich schneide die Mit­tel­mä­ßig­keit aus mir her­aus,
bis ich mit den Strah­len tan­zen kann.

Vor der Schön­heit des Gedan­kens ver­neige ich mich,
nur um für Tage und Nächte zu schlafen.

Neue Gött­lich­keit

Mich besuchte ein gol­de­ner Gedanke
und ein ver­las­se­nes Ich.

Unter Was­ser konnte ich atmen,
bis das Schick­sal von mir wich.

In mei­ner Seele liegt ein Mus­ter
und nur Du erkennst die Zeichen.

Wer hat nun die Kon­trolle
und wer stellt hier die Weichen?

Float into me

Float into me
like i float into you
i am the river
the ocean is you

please stay awake
while i fall asleep
catch me in dreams
my drip­ping honey

im not afraid
if you´re not afraid
cause im not afraid
if you´re not afraid

Sonne durch geschlos­sene Augen

Seit­dem wir wie­der Kin­der sind, ist alles so leicht gewor­den.
Der Matsch unter mei­nen Füßen und der Oster­him­mel umschmei­cheln mich.
Ist Dir schon­mal auf­ge­fal­len, dass man die Sonne durch geschlos­sene Augen sehen kann?
Mur­meln sind wert­vol­ler als Dia­man­ten und wir sichern unsere Schätze!

Man sagt, je älter wir wer­den, desto schwe­rer las­ten unsere Schul­tern von dem Schmerz der Welt.
Aber ich spüre ihn genauso wenig wie meine blauen Fle­cken.
Ich kann alles sein, was ich will!
Und ich will frei sein.

Bis unser Leben nicht mehr reicht

Ich fiel durch einen Ozean
und zwei Him­mel
direkt in Deine Arme

Du wur­dest meine Frau
Wir lasen unsere Lie­bes­briefe
und andere alberne Dinge

Das Gesicht ver­gisst den Spie­gel
Gold und Sil­ber wie­gen leicht
wir wer­den wei­ter­le­ben
bis unser Leben nicht mehr reicht

In Liebe und Verdammnis

In Liebe und Ver­damm­nis umschlinge ich Deine Lilien.
Halte mich an Dir, bis die Tob­sucht dem Mor­gen weicht.

Alles dreht sich nun um mich

Ich weiß nicht, wie ich es Dir am bes­ten sage.
Darum tue ich es frei her­aus:
Ges­tern Nacht wäh­rend du schliefst,
habe ich die Sonne verschluckt.

Jetzt schmilzt meine innere Hitze alles um mich herum.
Kalte Men­schen wer­den pul­ve­ri­siert zu Asche.
Ich glühe und strahle und erhelle die Dun­kel­heit.
Alles dreht sich nun um mich.

Pla­ne­ten umtan­zen mei­nen Kern -
Mein Licht reist fern von Stern zu Stern.

Heim­lich­kei­ten

Die­ses Haus hier steht nicht ein­sam,
in ihm woh­nen Brü­der und Schwes­tern,
Geis­ter und Tiere.

In einem fah­len Raum,
war­ten Sie erneut auf eine Leere,
um Dich hineinzuführen.

Meine schlot­tern­den Kno­chen,
tür­men sich vor Dir auf,
und rei­ten davon.

Auf die­ser klei­nen Insel,
ist die ganze Welt ver­sam­melt,
und giert nach Leben.

Das Uni­ver­sum

Das Uni­ver­sum macht einen Schritt auf Dich zu.
Alles was Du tun musst, ist ste­hen zu blei­ben und Dein Herz zu öffnen.

Glüh­würm­chen

Vor mir liegt die Welt in Wel­len,
ich sitze hier und schweige still.

Glüh­würm­chen wol­len mich erhel­len,
mein Herz sagt mir, dass ich das will.

In aller Welt Klamm­heim­lich­keit,
schwir­ren sie oszil­lie­rend um mein Herz.

Meine Liebe ist kas­ta­ni­en­braun,
und geseg­net ist der Schmerz.

Uns wur­den Flü­gel versprochen

Was für ein wun­der­schö­ner Traum,
wir Hand in Hand,
die Zehen überm Abgrund,
Vater Frost hin­ter uns.

Stör­che und Spat­zen gesel­len sich zu uns.

Als wir durch Wol­ken tauch­ten,
öffnete sich die weiße Decke,
um das Land zu offen­ba­ren,
das wir nicht mehr betre­ten werden.

Neue Mus­kel erle­di­gen ihren Dienst &
Erin­ne­run­gen ertrin­ken im Atlas.

Die Sei­den­straße

Ein Pfad erstreckt sich von Ost nach West,
um zu brin­gen den Stoff, der nie­mals dich lässt,
fahre die Fin­ger ent­lang an dem Schal,
und fahre und fahre und fahre nochmal.

Die Rau­pen spin­nen 1000 Jahre und mehr,
um dich ein­zu­hül­len im sei­di­gen Meer,
sie tan­zen und tan­zen in Ihren Kokons,
und trei­ben die Damen in die Salons.

Meine Lieb­lings­dinge

Möwen, die krei­schen und Sand unter Füßen,
Was­ser und Wel­len und Freunde begrü­ßen,
Scho­ko­lade in weiß und Honig im Tee,
Das sind ein paar mei­ner Lieblingsdinge!

Kuscheln vorm Schla­fen und Haare die duf­ten,
Die Stille beim Schnee­fall und nicht so lang schuf­ten,
Gemein­sa­mes Kochen und trä­nen­des Lachen,
Das sind ein paar mei­ner Lieblingssachen!

Fröh­li­che Men­schen, die Glück ver­brei­ten,
Mäd­chen mit Müt­zen und Sin­gen bei Zei­ten,
Kin­der die stau­nen und Heringe,
Das sind ein paar mei­ner Lieblingsdinge!

Wenn der Schmerz sticht, wenn die Welt weint,
und ich mich trau­rig fühle,
denk ich ein­fach an meine Lieb­lings­dinge,
dann fühle ich mich nicht so schlecht.

Inspi­ra­tion: “My Favou­rite Things”

Mensch­li­che Welle

Das Was­ser ist kalt und rauh, aber das macht mir nichts.
Ich gehe wei­ter hin­ein, bis ich gerade noch so ste­hen kann.
In Rich­tung des Ufers drehe ich mich.
Meine Augen sind jetzt geschlos­sen.
Mein Atem fokussiert.

Lang­sam hebe ich die Arme nach vorne.
Über Brust und Kopf hin­weg stre­cke ich die Arme sanft nach oben.
Bestimmt und flie­ßend schie­ben sich meine Hände wie­der nach unten.
Ich stoße das Was­ser nach vorne und ver­ur­sa­che eine Welle.
Meine Spende kommt an.

Die Men­schen haben die Natur geschwächt und jetzt muss ich hel­fen.
Als Teil einer flüs­si­gen Natur­ge­walt fühle ich mich ver­ant­wort­lich.
Ich helfe dem Meer als mensch­li­che Welle.
Es ist gut, seine Bestim­mung gefun­den zu haben.
Ich fühle mich jetzt Eins mit dem Wasser.

Ich werde hier blei­ben, so lange das Meer mich braucht.

pre­mière neige

Wäh­rend ich wandle, erstarrt die Welt in Schön­heit.
Nur für mei­nen Moment.
Und dann kann ich alles ganz deut­lich sehen.
Die Mil­li­ar­den Men­schen in ihren mil­li­ar­den Häu­sern.
Im Strom der bun­ten Blät­ter, einst, da war es netter.

Ich sehe mich um und kann es kaum glau­ben.
Meine Sinne rau­ben den eige­nen Ver­stand, gleich nach dem ers­ten Schnee.

Der Smaragd-Wunsch

Tief und glän­zend wohnt in mir,
der Smaragd-Wunsch,
neben Dir.

Er füllt mich aus mit sei­nem Grün,
unge­schlif­fen,
ungestüm.

Lam­pi­ons

Her­bes Kon­fetti,
in schwarz und in bunt,
mein Geschmack ist ertaubt,
von allen Regeln der Kunst

In mir erschlos­sen,
sind die Ner­ven der Welt,
die sün­di­gen Bah­nen,
die ich drehe für Geld

Die Gewiss­heit zu tau­meln,
im Wan­del der Zeit,
hat mich ein­ge­fan­gen,
und auf mich geschneit

Ich bin in das Tal gegangen

Ich bin in das Tal gegan­gen,
um für mich und Dich zu sein,
keine Sor­gen und kein Ban­gen,
der Nebel lässt uns bald allein

Komm und springe mit mir,
in den kal­ten kla­ren Fluss,
Alle Tiere und die Kin­der,
kom­men auch in den Genuss

Wir sind zu lang allein gewe­sen,
fern von jedem Glück,
ich kann in Dei­nen Augen lesen,
vor uns liegt noch ein gan­zes Stück

Hier oben hel­fen wir den Vögeln,
damit sie flie­gen ler­nen,
dass ihre Schwin­gen sie tra­gen mögen,
sehen wir wirk­lich gern

Ablei­tung Zwei

Ich brau­che Dich, wie meine Lunge die Luft,
wie die Blu­men den Duft und die Sonne das Meer um zu glitzern

Ich brau­che Dich, wie Poe­ten den Mond,
wird das Wild nicht geschont, denn der Jäger, der braucht es

Ich brau­che Dich, wie die Bäume den Wind
und der Regen geschwind braucht die Wol­ken zum reisen

Ich brau­che Dich, wie ein Spie­gel das Bild,
wie die Straße das Schild und der Mor­gen den Tau um zu reifen

Ich brau­che Dich, wie ein Zwil­ling den ande­ren,
kommst Du nie abhan­den, denn, ich brau­che Dich

Wie eine Weide die Trauer, die Fel­der den Schauer,
der Rit­ter den Dra­chen, die Kin­der das Lachen,
brau­che ich Dich