Hundert Wege aus der Unendlichkeit

Aufgeschrieben von Stefan Zisting

Month: Juni, 2010

Syn­ap­sen sol­len tanzen

Syn­ap­sen sol­len tan­zen, ste­tig klop­fen soll mein Herz, junge Men­schen bre­chen Lan­zen, und stop­pen schnell den Schmerz. Meine Fin­ger­kup­pen ahnen, was dahin­ter sich ver­birgt, meine Hände len­ken Bah­nen, bis der Win­ter mich ver­wirkt. Ich habe mal gekos­tet, was zu flüs­tern man nur traut, und ich habe es genos­sen, bis man lüs­tern um sich schaut.

Sei Sau­er­stoff

Schritt für Schritt im Nacht­ge­wand, erhebt sich stets mein Haupt, vor­her habe ich nicht erkannt, was man noch so braucht. Gefil­terte Bläs­chen rei­nen Ichs, stru­deln durch den Tank, Mehr noch von mir gibt es nicht, trotz Stoff­lich­keit und Dank.

Du fühlst Dich noch nicht klein genug

Du fühlst Dich noch nicht klein genug, du wähnst Dich noch zu sicher, kein Schwei­gen hält hier ewig, kein Wunsch ist hier zu groß. Du bist noch nicht zufrie­den, du hast noch kein Bedarf, kein ufer­lo­ses trei­ben, kein mah­nen­des Gespräch.

Wie man die Welt vergisst

Was muss man tun, wen muss man bre­chen, um sich an der Welt zu rächen? Wohin nur rei­sen, wem denn glau­ben, um der Welt das Ich zu rau­ben? Wie könnte ich ver­ges­sen, was mich durch­dringt und nährt. Wie könnte ich nur mes­sen, den Schmerz der mich durch­fährt. Ich schätze es umgibt uns alle. In jedem […]

Die Herr­lich­keit des Zufalls

Die Herr­lich­keit des Zufalls steckt in jedem Juni­fall, in jedem Ate­maus­stoß eines jeden Idio­ten, die Schöp­fung kreist um uns wie ein Falke, und stösst auf uns herab. Wir kata­pul­tie­ren uns in das Gemenge, aus Lust und Ato­men, vol­ler Rausch und Bilan­zen, und fres­sen uns selbst auf.

Täler Wol­ken­nest

See­len hän­gen schwer über Täler Wol­ken­nest, Flü­gel schla­gen wei­ter solange mor­gen wächst. Ermittle Deine Mitte und ent­scheide Dich danach, ob zu rei­sen es sich lohne mit Hast oder Gemach.