Archive for the 'Inspiration' Category

Meine Lieb­lings­dinge

Dec 01 2009 Published by Stefan Zisting under Inspiration,auf deutsch

Möwen, die krei­schen und Sand unter Füßen,
Was­ser und Wel­len und Freunde begrü­ßen,
Scho­ko­lade in weiß und Honig im Tee,
Das sind ein paar mei­ner Lieblingsdinge!

Kuscheln vorm Schla­fen und Haare die duf­ten,
Die Stille beim Schnee­fall und nicht so lang schuf­ten,
Gemein­sa­mes Kochen und trä­nen­des Lachen,
Das sind ein paar mei­ner Lieblingssachen!

Fröh­li­che Men­schen, die Glück ver­brei­ten,
Mäd­chen mit Müt­zen und Sin­gen bei Zei­ten,
Kin­der die stau­nen und Heringe,
Das sind ein paar mei­ner Lieblingsdinge!

Wenn der Schmerz sticht, wenn die Welt weint,
und ich mich trau­rig fühle,
denk ich ein­fach an meine Lieb­lings­dinge,
dann fühle ich mich nicht so schlecht.

Inspi­ra­tion: “My Favou­rite Things”

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Die wun­der­schöne Ver­zweif­lung des Nick Drake

Oct 29 2008 Published by Stefan Zisting under Inspiration,auf deutsch

Nick Drake

Ich kenne Nick noch nicht lange.
Mein Weg hat mich hier­her geführt.

Seit­dem er weg ist, hat er viele Freunde.

So läuft das halt. John hatte Recht:
“Ever­y­body loves you, when you´re six foot in the ground.”

Nick, ich höre Deine Ver­zweif­lung an der Schönheit.

Ich fühle wie Du vorm Abgrund gestan­den hast.
Vor die­sem gäh­nen­den Schwarz.

Aber ich höre auch Deine Träume.
Sie klin­gen nach.

Und Nick, ich habe gerade erst ange­fan­gen Dich zu ver­ste­hen.
Ich spüre Du hat­test viel zu geben, auch wenn kei­ner es haben wollte.

Es spielt auch keine Rolle.
Hunde mit schwar­zen Augen kom­men zu jedem von uns.

Danke Nick, dass wir an Dei­ner Ver­zweif­lung teil­ha­ben dür­fen.
Sie ist wunderschön.

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Ent­wir­ren

Mar 20 2007 Published by Stefan Zisting under Inspiration

Über­set­zung von “Unra­vel” (Björk).

Wäh­rend Du fort bist
zer­fällt mein Herz
ent­wirrt sich lang­sam
in einen Ball aus Garn

Der Teu­fel sam­melt sie ein
mit einem Grin­sen
unsere Liebe
in einen Ball aus Garn

Er wird sie nie zurückgeben

Also wenn Du zurück kommst
wer­den wir unsere Liebe neu ent­ste­hen las­sen müssen

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Gabri­el­las sång

Aug 30 2006 Published by Stefan Zisting under Inspiration

Artist — Helen Sjöholm. Über­set­zung aus dem schwedischen.

Jetzt gehört mein Leben mir
Meine Zeit auf Erden ist so kurz
Meine Sehn­sucht bringt mich hier­her
Was mir fehlte und was ich bekam
Es ist der Weg, den ich wählte
Mein Ver­trauen liegt unter den Wor­ten
Es hat mir ein klei­nes Stück gezeigt
Vom Him­mel, den ich noch nicht fand
Ich will spü­ren, dass ich lebe
Jeden Tag, den ich habe
Ich will leben, wie ich es will
Ich will spü­ren, dass ich lebe
Wis­sen, ich war gut genug
Ich habe mein Selbst nie ver­lo­ren
Ich habe es nur schlum­mern las­sen
Viel­leicht hatte ich nie eine Wahl
Nur den Wil­len, zu leben
Ich will nur glück­lich sein
Dass ich bin, wie ich bin
Stark und frei sein
Sehen, wie die Nacht zum Tag wird
Ich bin hier
Und mein Leben gehört nur mir
Und der Him­mel, den ich suchte
Den finde ich irgendwo
Ich will spü­ren
Dass ich mein Leben gelebt habe

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Tics (Blum­feld)

May 19 2006 Published by Stefan Zisting under Inspiration

Tics” ist die erste Sin­gle­aus­kopp­lung aus dem aktu­el­len Blum­feld Album “Ver­bo­tene Früchte”.

Ich sehe Dinge, die nicht da sind
ich säe Wind und ernte Sturm
ich sing mich selbst und denke “Wahn­sinn“
auf mei­nen Run­den um den Turm

Die Zeit ver­rinnt, die Wüs­ten wach­sen
ich geh und zähle meine Tics
die Men­schen sind wie sie sind, ich muss der Nach­welt noch faxen
mei­nen Satz mit X

Immer die selbe alte Lita­nei
ich trag mein Kreuz und schrei mei­nen Schrei
die Leu­ten job­ben und woh­nen in ver­küm­mer­ten Zonen
und fin­den nichts dabei

Die Göt­ter sind kor­rupt
das Leben ist nicht fair
der Him­mel ist kaputt
die Träume ste­hen leer
Die Wahr­heit tut oft weh
das klingt viel­leicht banal
doch so, wie ich es seh
es ist nicht egal

Ich seh den Reich­tum, seh die Reste
wenn ich auf mei­nem Hügel steh
Ich seh die Hüt­ten und Paläste
zwi­schen Crack und Milchkaffee

Ich seh von fern die armen Sün­der
mit nega­ti­ven Ener­gien
sie set­zen Autos in Brand und wer­den die Aus­la­gen plün­dern
und um die Häu­ser ziehn

Andere gelo­ben mehr Demo­kra­tie
Pro­blem ist nur: kei­ner glaubt noch an sie
Die Sie­ger schrei­ben Geschichte, ich sing meine Gedichte
und mach mir Sor­gen wie nie

Die Göt­ter sind kor­rupt
das Leben ist nicht fair
der Him­mel ist kaputt
die Träume ste­hen leer

Die Wahr­heit tut oft weh
das klingt viel­leicht bru­tal
doch so, wie ich es seh
es ist nicht egal

Spä­ter wenn ich in mei­nen Wol­ken sitze
in mei­nen Sphä­ren aus Schall und Rauch
Schlage ich Fun­ken, schleu­dere Blitze
und mei­nen Don­ner rol­len lass ich auch

Alles geht neben-, nach– und durch­ein­an­der
Hel­les und Dunk­les, Stille und Krach
Komm wir ver­su­chen es noch mal mit­ein­an­der
hel­fen uns durch die Nacht

Die Göt­ter sind kor­rupt
das Leben ist nicht fair
der Him­mel ist kaputt
die Träume ste­hen leer

Die Wahr­heit tut oft weh
und Dar­win war genial
doch so, wie ich es seh
es ist nicht egal

Die Göt­ter sind kor­rupt
das Leben ist nicht fair
der Him­mel ist kaputt
die Träume ste­hen leer

Die Wahr­heit tut oft weh
und all das ist nor­mal
doch so, wie ich es seh
es ist nicht egal

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Samba da benção (Viní­cius de Moraes).

May 15 2006 Published by Stefan Zisting under Inspiration

Mar­cus Viní­cius da Cruz de Melo Moraes, kurz Viní­cius de Moraes (* 19. Okto­ber 1913 in Gávea; † 9. Juli 1980 in Rio de Janeiro) war ein bra­si­lia­ni­scher Dich­ter, Gitar­rist und Diplo­mat . Er schrieb viele, vor allem in Süd­ame­rika bekannte Werke und Gedichte; unter ande­rem schrieb er die Vor­lage für den Film Orfeo Negro, sowie den Text zu Baden Powell de Aqui­nos Kom­po­si­tion Berim­bau und zu diver­sen Bossa-Nova-Stücken von Anto­nio Car­los Jobim.
Quelle: Wiki­pe­dia

Hier der wun­der­schöne Text zu dem Lied “Samba da benção”. Auf deutsch über­setzt von Kay-Michael Schrei­ner, in dem Buch “Saravá”.

Samba des Segens

Es ist bes­ser froh zu sein als trau­rig
denn Froh­sinn ist das schönste auf der Welt
es ist wie das Licht im Her­zen.
Um aber einen wirk­lich schö­nen Samba zu machen
braucht man schon ein biß­chen Trau­rig­keit – bis
sonst kann man kei­nen Samba machen – nein.

Sonst wäre es so, als liebte man eine Frau, die nur schön ist. Was soll´s? Eine Frau muss außer ihrer Schön­heit noch irgend etwas haben, etwas trau­ri­ges, etwas, das weint, etwas, das Sehn­sucht spürt, ein Wis­sen um ver­letzte Liebe, eine Schöhn­heit, die sich aus der Trau­rig­keit nährt, zu wis­sen, eine Frau zu sein, geschaf­fen nur um zu lie­ben und zu lei­den für die Liebe und um nur Ver­ge­bung zu sein.

Samba machen ist nicht so wie einen Witz erzäh­len
Wer so einen Samba macht, der ist nichts wert
Ein guter Samba ist eine Art Gebet
Denn Samba ist die wie­gende Trau­rig­keit
und Trau­rig­keit hat immer eine Hoff­nung – bis
Eines Tages nicht mehr trau­rig zu sein – nein.

So wie diese Leute da, die das Leben so leicht neh­men. Vor­sicht, Kame­rad! Das Leben ist eine ernste Sache, und täusch dich nicht, nein, es gibt eben nur eins. Zwei wären schon gut, nie­mand wird mir aber sagen, er hätte sie, wenn er das nicht wirk­lich bewei­sen kann, mit einem Zer­ti­fi­kat, aus­ge­stellt im Nota­riat des Him­mels und unter­schrie­ben: Gott! Und nur mit beglau­big­ter Unter­schrift. Das Leben ist kein Kin­der­spiel, Freund! Das Leben ist die Kunst des Sich-Begegnens, obwohl so vie­les im Leben sich ver­fehlt. Immer ist da eine Frau, die dich erwar­tet, die Augen vol­ler Zärt­lich­keit, die Hände voll Ver­ge­bung. Lass ein wenig Liebe ein in dein Leben und auch in dei­nen Samba.

Laß ein wenig Liebe ein in dei­nen Rhyt­mus
du wirst sehen, nie­mand kann besie­gen
die Schön­heit eines Sam­bas – nein.

Denn der Samba stammt dort oben aus Bahia
und wenn auch seine Worte heute weiss sind (bis)
so ist er tief im Her­zen doch noch schwarz.

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