Mit hoher Wahrscheinlichkeit

Mit hoher Wahr­schein­lich­keit kann man sagen,
dass wir alle ster­ben werden.

Nun macht mir die­ser Umstand keine Angst.
Viel erschre­cken­der finde ich die Unsterb­lich­keit.
Die Unend­lich­keit des Seins und unse­rer Dumm­heit.
Wir suchen nach Ant­wor­ten,
aber müs­sen uns mit den Fra­gen allein begnügen.

Mir sind schon viele Leh­rer und Meis­ter begegnet.

Mit vie­len Theo­rien, Vor­wür­fen und sei­de­nen Lächeln.
Sie haben mir Ideen gege­ben, was gut ist.
Aber doch schwim­men Sie durch die glei­che
ufer­lose Scheiße wie alle ande­ren.
Und ich sage das ohne Wut, ohne Hass, ohne Macht.

Mit hoher Wahr­schein­lich­keit kann man sagen,
dass wir alle Men­schen sind.

Die­ser Umstand alleine hält uns gefan­gen.
Wir sind limi­tiert und num­me­riert und abge­stem­pelt.
Das Aus­maß mit dem wir Men­schen uns mit
der Rea­li­tät aus­ein­an­der­set­zen ist belie­big.
Aber ganz ohne kommt nie­mand aus.
Jeder Atem­zug ist real, in wel­cher Form auch immer.

Mir sind schon Wahn­sin­nige und Genies begegnet.

Doch ist das nur meine Defi­ni­tion.
Beide stre­ben in ihre Rich­tun­gen der Per­fek­tion.
Stre­ben und Ster­ben lie­gen dicht zusam­men,
mit hoher Wahrscheinlichkeit.