Hundert Wege aus der Unendlichkeit

Aufgeschrieben von Stefan Zisting

So wie Honig

es ist schon in ord­nung, ich blute nur.
es ist ja nicht so als ob die wol­ken mich tra­gen.
es geht ja nicht darum zu ver­schwin­den.
das geht sowieso nicht komplett.

in unse­ren her­zen spie­len wir zusam­men, viel­leicht im wald.
dort hab ich dich letz­tens gese­hen, in dei­nem lieb­lings­kleid.
du hast mich aus­ge­lacht, ich hatte mich erschro­cken.
aber das ist schon okay, du bist es ja.

so wie honig in milch und geschich­ten, bist du für mich da.
in mei­nen haa­ren liegt immer noch dein duft.
des­we­gen trage ich dich mit mir, bis zum nächs­ten kapi­tel.
und die geschichte hat uns schon oft gelehrt.

Final whi­sper

Like the wind i carry you on
a sight to behold
a hard thing to do
is lea­ving
lea­ving you

In the middle of a cloud
i caught your sight
i’m so happy
having tas­ted
your honey

more than this…

Code Fan­tino

Ich sehne mich nach einer Sucht,
die mich zu erträn­ken ver­mag,
ein Wald der mich ver­schluckt,
eine Stadt die mich ver­schlingt,
ein Mensch der mich erkennt.

Ich widme mich der Ver­nunft,
nach­dem Chaos meine Poren durch­kämpft hat,
Häu­ser bre­chen über mich her­ein,
schwarz und weiß und Nebel und Asphalt,
das Atmen ist mehr als das hier.

Cher­ry­tale

This is the story of a jour­ney, win­ged and armed to go beyond.
With fruity aura and cho­co­late trees.

Secret won­ders, don´t ask why
Of course i do and now sleep tight
Meet some people in your yard
Tell them how you´re torn apart
Tell them how you yearn at night
Tell them of what you caught sight

Let´s meet at the cho­co­late trees
We´ll lin­ger there so des­pe­ra­tely
Deep inside i feel alright
But i´ll never reco­gnize
Your eyelas­hes dren­ched in gold
Your cherry lips to behold

End­lich bin ich niemand

End­lich bin ich nie­mand.
Letzt­end­lich habe ich ver­lo­ren.
Am Ende bin ich nur zuletzt.

Ich bin ver­lo­ren und ja, es fühlt sich gut an.
Die Wärme umkap­selt mich so sehr.
Mein Ver­lust hat mich gewonnen.

Da wo ich hingehe

Da wo ich hin­gehe, sind keine Wol­ken.
Da wo ich hin­gehe, ist kein Him­mel.
Da wo ich hin­gehe, ist kein Wind.

Denn dort wo ich hin­gehe, strebt alles ins Nichts.
Kein Bedau­ern, keine Träume, keine Wünsche.

Es ist ein Ort, zu dem nicht jeder gelan­gen kann.
Es ist ein Ort, zu dem nicht jeder gelan­gen will.

Aber es gibt ihn und es wird ihn immer geben.
Die Pfade wan­ken durch die Welt.
Der Weg führt ins Nichts.

Klei­nes Tröpf­chen Gift (“Little drop of poi­son” — Tom Waits)

Ich mag meine Stadt, mit einem klei­nen Tröpf­chen Gift
Nie­mand weiß, dass sie sich ein­rei­hen um ver­rückt zu wer­den
Ich bin ganz alleine, ich rau­che meine Freunde her­un­ter bis zum Fil­ter
Jedoch fühle ich mich viel sau­be­rer, nach­dem es gereg­net hat

Und sie ging im Herbst, das ist ihr Bild an der Wand
Sie gab sich stets das kleine Tröpf­chen Gift

Hat der Teu­fel die Welt erschaf­fen wäh­rend Gott schlief?
Du wirst nie­mals einen Wunsch von einem Kno­chen erhal­ten
Ein wei­te­rer fal­scher Abschied und eine Hun­dert­schaft Matro­sen
Die­ser tief­blaue Him­mel ist meine Heimat

Und sie ging im Herbst, das ist ihr Bild an der Wand
Sie gab sich stets das kleine Tröpf­chen Gift

Nun, eine Ratte weiß immer, wenn es mit Wie­seln zu tun hat
Hier ver­lierst Du täg­lich ein biß­chen mehr
Ich erin­nere mich daran, als eine Mil­lion noch eine Mil­lion war
Sie alle haben ihre Metho­den, um Dich zum zah­len zu bringen

Und sie ging im Herbst, das ist ihr Bild an der Wand
Sie gab sich stets das kleine Tröpf­chen Gift

Und sie ging im Herbst, das ist ihr Bild an der Wand
Sie gab sich stets das kleine Tröpf­chen Gift

Clair De Lune

Wenn man hoch­schaut und die Sterne rie­seln, dann schmilzt man im Sil­ber der Nacht.

Weg sein

Nicht sein, wo man ist,
nicht spü­ren, wo man ist,
das ist der Schmerz der Weg­ge­blie­be­nen,
der Unent­de­cker,
der Nicht­fin­der,
wie lange will ich mich wie­gen in Sicher­heit,
bevor ich mich der Welt stelle?

In mir wohnt die Ruhe.
Die Ruhe, die mich wahrt und schützt.
Doch wovor schütze ich mich?
Will ich mein Leben lang ruhig sein?
Ersti­cke ich mein Schreien nach der Ferne?

Es ist gut mich das zu fra­gen, aber das reicht nicht.
Ich spüre das. Dem Him­mel sei Dank.

In die Ferne sehen

Hun­ger und Durst
Schmer­zen und Pein
Dis­tanz schmei­chelt mir
und lässt mich allein

Die Augen kön­nen sehen
erken­nen doch nichts
Die Boten des Ter­ros
im Schat­ten des Lichts

Ich höre die Schreie
und schme­cke das Blut
ich rie­che die Asche
und fühle die Glut

Man erzählt mir Geschich­ten,
fern ab und grau
ich ertaste die Flä­che
und weiß es genau

Man lässt mich alleine
und ich weiß nicht wohin
wem soll ich nur glau­ben
und wo liegt der Sinn

Nie­mand hat mich gelehrt
damit umzu­ge­hen
es sinn­voll zu nut­zen
und es zu verstehen

Ent­wir­ren

Über­set­zung von “Unra­vel” (Björk).

Wäh­rend Du fort bist
zer­fällt mein Herz
ent­wirrt sich lang­sam
in einen Ball aus Garn

Der Teu­fel sam­melt sie ein
mit einem Grin­sen
unsere Liebe
in einen Ball aus Garn

Er wird sie nie zurückgeben

Also wenn Du zurück kommst
wer­den wir unsere Liebe neu ent­ste­hen las­sen müssen

Alaska

Alaska went wal­king, down to the sea,
her hair waving gently, for all to see.

It´s a sad and beau­ti­ful world”, she said,
“It can make you cry in the blink of an eye.”

I hold her cold hand and tou­ched her white cot­ton,
ever­y­thing i mis­sed about her wasn´t forgotten.

There might be a way, through the woods towards north,
but there won´t be a tale wit­hout marks of scorch.”

Schwin­gen­der Schatz

Im Winde wehen Deine Wün­sche,
hin­aus über Gers­ten und Korn,
durch das Was­ser und die Wäl­der,
über Täler und Berge glei­ten Deine Rufe.

Unauf­halt­bar umkrei­sen sie die Welt,
durch Stürme und Schnee,
durch Köpfe und Ohren,
schal­len sie als Echo hinaus.

Ein klei­nes Kind im Gar­ten spielt,
im Mär­chen­tanz den Boden greift,
deine Wün­sche fin­det und hebt,
und in das Herz einschließt.

Erzähle allen Men­schen, dass Du siehst.

Vor Dir ein Ozean.
Hin­ter Dir ein Berg.
Unter Dir ein Vulkan.

Erhebe Dich und tanze.
Dein Leben öffnet sich.
Glück, du hast es bereits.

Vor Dir eine Men­schen­menge.
Hin­ter Dir ein Vor­hang.
Unter Dir die Bühne.

Schwimme hin­aus.
Auf den Hän­den Dei­ner Freunde.
Bewun­de­rung, du hast sie bereits.

Exch­an­ging States

my body trem­bles upon this
oceans sur­face
thres­hold of mind
waves reveal
what lies inside

orga­nic effu­si­ons
floo­ding bulk
com­bi­nes with us
swea­t­ing walls
and ceilings

tre­men­dous life­forms
hove­r­ing bene­ath us
ready to be
disas­sem­bled
through our hands

we absorb nature
but fail wit­hin
how can we
call this beast to rest
call this beast to rest

Zwölf Ver­bind­lich­kei­ten

Im Januar schwebt seicht
der Vogel her­bei
er teilt Deine Träume
und Wün­sche in zwei

Der Februar fol­gend
kris­tal­lin noch die Welt
Ich emp­fange den Wunsch
noch wäh­rend er fällt

Unend­lich­keit lieb­kost mich
umschmei­chelt mein Herz
ich kann danach grei­fen
durch den Spie­gel im März

Ich möcht’ es ver­su­chen
viel­leicht im April
ges­tern und mor­gen
halte ich still

Wie es wacht und atmet
das Leben im Mai
ich durch­streife die Far­ben
und freu mich dabei

Die Sonne im Juni
nährt uns gerecht
die Kin­der des Mee­res
sind natür­lich und echt

Im Juli sind Pfade
von Ges­tern und Heut
durch den Wald und die Auen
nie­mand hat es bereut

Hin­ge­bungs­voll strömt
der Fluss im August
wir wer­den uns tref­fen
das wird uns bewusst

Sep­tem­ber streicht ein
und schliesst in uns ab
das was gewe­sen
tut gut und macht satt

Der Okto­ber ist kühn
und sicht­bar wie Glas
Umschwung und Ober­flä­che
wie nas­ses Gras

Der Novem­ber streift meine Sinne
und schärft den Ver­stand
die kal­ten Trop­fen
wer hat sie entsandt?

Der Dezem­ber trifft uns
mit­ten ins Herz
lässt uns füh­len und hof­fen
und seg­net den Schmerz

Denial in first place, second my will

the earth is wrap­ped around me
in a king­dom of ghosts
and the sky the sky the sky
the sky is shivering

hold breath and jump around
like a blind fool in dis­guise
and feel feel feel feel
feel the rain

lis­ten to the sur­face
as it makes a cer­tain sound
and it cracks cracks cracks
cracks up for you

melt into my vel­vet
and push against the wall
like i wish wish wish wish
wish to fall

crawl under my thumb
for years since i become
a beast beast beast beast
beast of joy

ever­y­thing is fading
so reach into the void
as it slips slips slips
slips out of hand

Der alte Mann

Der Weg führte tie­fer in den Wald.
Über eine Lich­tung und vor­bei an den Fel­dern.
Der besagte Was­ser­fall war plötz­lich da. Rau­schend und kräf­tig.
Ich fand den alten Mann oben in der Hütte, die neben dem Was­ser­fall stand.
Er erwar­tete mich und bat mich hinein.

Ich kannte ihn. Er kannte mich. Ich sah ihn nicht.

Im Takt

Die Zeit ist krumm und schief
liegt in mir hoch und tief
gewun­den hier im Raum
ver­bun­den wie ein Traum

Die Stunde schlägt für mich
im Takt des Regens sicher­lich
umspült von kal­tem Nass
zer­wühlt sie dies und das

Sie läuft, ich laufe mit
Beweg mich, halte Schritt
Bleibe ste­hen, sie tut´s nicht
Umgibt mich wie das Licht

Die Minu­ten schwin­den schnell
auf mei­nem Karus­sell
tan­zend schnell gedreht
immer gleich bewegt

Unter mei­nem Mikro­skop
sind Tadel und auch Lob
Mil­lio­nen von Gefah­ren
die sich für mich bewahren

Sie läuft, ich laufe mit
Beweg mich, halte Schritt
Bleibe ste­hen, sie tut´s nicht
Umgibt mich wie das Licht

Ich werde wei­ter­ge­hen
und nicht nach hin­ten sehen
geb mir zu ver­ste­hen
ich will mich ewig drehen

Ich lass mir meine Zeit
nur dann bin ich bereit
zu wis­sen was ich kann
zu wis­sen wo und wann

Weil die Welt rund ist

Kommt Geschwis­ter, lasst uns rei­ten
durch die Zei­ten, wir uns leiten

in die Wel­ten, die wir flie­gen
die vor unse­ren Füßen liegen

Seid bereit für nächste Level
Son­nen­bad, when angels travel

Lasst zurück, was euch beschwert,
was an euren Her­zen zehrt

Was Ihr braucht, habt Ihr dabei
Eure Sinne sind nun frei

Kommt Geschwis­ter, folgt mir nun
denn es gibt noch viel zu tun

Lamento Terra

Von den Hügeln her weht ein Kla­gen
Die Erde ruft Ihre Kin­der heim

Sind unsere Beine tief genug ver­wur­zelt
um das Weh­kla­gen zu hören?

Sind unsere Trom­meln auf­recht genug
um Ver­bin­dung aufzunehmen?

Wir gehö­ren zu Ihr,
nicht sie zu uns

O Mar

Nichts ist vor­bei
das Atmen geht wei­ter
da vorne brennt Licht
ich schau es mir an

In den Wogen gebor­gen
durch Wel­len bewegt
an den Strand gespült
und Was­ser geschluckt

Ich setze die Segel
für meine Reise
in den Nor­den der Welt
um bei mir zu sein

Die sal­zige Luft
heilt meine Wun­den
die Möwen sie sin­gen
ich höre gern zu

In mir schlum­mern see­lig
meine Gezei­ten
meine Ebbe
und meine Flut

Wie schön kann es sein
das offene Leben
in jeg­li­cher Bahn
und sämt­li­chen Meeren

Ich liebe den Sturm
der mich packt und hält
der mich umgibt
und sicher trägt

Mein Ziel ist der Weg
und mein Traum ist real
meine Zeit ist jetzt
und ich bin da

Ich bin ange­kom­men
am Anfang der Welt
wo alles glit­zert und strahlt
und du bist da
und du bist wirk­lich da

Gabri­el­las sång

Artist — Helen Sjöholm. Über­set­zung aus dem schwedischen.

Jetzt gehört mein Leben mir
Meine Zeit auf Erden ist so kurz
Meine Sehn­sucht bringt mich hier­her
Was mir fehlte und was ich bekam
Es ist der Weg, den ich wählte
Mein Ver­trauen liegt unter den Wor­ten
Es hat mir ein klei­nes Stück gezeigt
Vom Him­mel, den ich noch nicht fand
Ich will spü­ren, dass ich lebe
Jeden Tag, den ich habe
Ich will leben, wie ich es will
Ich will spü­ren, dass ich lebe
Wis­sen, ich war gut genug
Ich habe mein Selbst nie ver­lo­ren
Ich habe es nur schlum­mern las­sen
Viel­leicht hatte ich nie eine Wahl
Nur den Wil­len, zu leben
Ich will nur glück­lich sein
Dass ich bin, wie ich bin
Stark und frei sein
Sehen, wie die Nacht zum Tag wird
Ich bin hier
Und mein Leben gehört nur mir
Und der Him­mel, den ich suchte
Den finde ich irgendwo
Ich will spü­ren
Dass ich mein Leben gelebt habe

An jeden der zweifelt

Greif Dir Dein Leben, sei frei
Atme ohne Angst und Sorge
Kämpfe für Deine Frei­heit
Tanze bis Du umfällst
Singe bis Du hei­ser wirst
Schme­cke, rie­che und fühle Deine Frei­heit
Koste Dein Leben aus
es gehört Dir
und nie­man­dem sonst

Nimm all Dein Leuch­ten
Nimm all Dein Mut
und erfülle Dich selbst

Ewi­ges Glück liegt in Dei­nen Hän­den
erkenne es

Schritt für Schritt

Unsere Schritte offen­ba­ren neue Mög­lich­kei­ten
umschlun­gen von tro­pi­schen Blu­men
glänzt der Weg vor uns
Schritt für Schritt
ent­de­cken wir mehr

Durch alle Ozeane die­ser Welt
wer­den wir tau­chen
Ich halte Deine Hand
Nur um Dich zu hal­ten
In Dir ver­sun­ken wie ein Schatz

Schenke mir eine Melo­die
Und ich schenke Dir ein Lied
Lass es uns sin­gen
Mit aller Kraft
Durch alle Gezeiten

Mit auf­rech­tem Blick
kann man über die Hügel hin­weg
das fried­li­che Tal erken­nen
wo alles Leben leuch­tet
und strahlt vor Glück

Eine Reise durch Zeit und Raum
Um Geschichte zu machen
Unsere Ver­gan­gen­heit, Gegen­wart und Zukunft
sind ver­eint in Har­mo­nie
und mit Kraft im Leben

Gedan­ken zur Wunderwand

Durch ein Loch in der Wand
kann ich das Para­dies sehen

Schwe­bende Wol­ken aus Farbe
lie­gen in der Luft

Men­schen sind dahin­ter
und ein fruch­ti­ger Geruch

Selt­same Dinge
gesche­hen auf bei­den Seiten

Wel­che Seite ist real
Und wel­che nur Fantasie

Zwi­schen Sehen und Ver­ste­hen
lie­gen Wel­ten und eine Mauer

Einen Ham­mer werd ich neh­men
und zer­stö­ren diese Wand

Das tue ich um zu sehen
ob die Wahr­heit ich erkannt

Doch die zarte Welt erschrickt
und ich ent­ferne mich noch mehr

Kann nicht grei­fen, kann nicht atmen
wo kommt das gefühl nur her

Als würde ich gezo­gen
an einem lan­gen Seil

Wie eine Mario­nette
oh mein Seelenheil

Kurz bevor ich erwachte
erfuhr ich den Grund

Den Grund für die Dis­tanz
und für die Vernunft

Es war die Angst
Ich sag es Euch

Ohne Furcht zu schrei­ten
Ist die große Kunst

Wenn ich doch ein Atom wär

Alle Atome sin­gen unser Lied
Ich kann sie hören
In jedem Ding

Ich würde bei Hitze vibrie­ren
und meine Mus­keln span­nen
Ich tue mich zusammen

Wis­sen­schaft­ler beob­ach­ten
durch ein Mikro­skop
schauen wo die Menge tobt

Schreien, Tan­zen, Sekun­där
oh wenn ich doch ein Atom wär

Dora­lice descends

don´t chase my uni­verse
cause later it´ll snow
in the first hour
like an echo

carry your love to the prince
and ask him for life
like your ent­ire pain
he can see through your eyes

melt with clouds
taste the white
descent into memo­ries
such a great height

who wants some of my burst
thrust for your mind
look around just to see
who´s alre­ady behind

Das Sim­mer­frimm Tal

Vor lan­ger Zeit leb­ten die Bewoh­ner des Sim­mer­frimm Tals in Glück und Frie­den. Der gol­dene Nek­t­ar­ström nährte das Volk mit sei­nen mil­den Gaben und alle waren zufrie­den und glück­lich.
Die Königs­kin­der herrsch­ten mit kind­li­cher Anmut und lieb­li­cher Nai­vi­tät. Ihre Eltern waren die Sonne und der Win­ter und so glänzte die Haut der Königs­kin­der perlend.

Hin­ter den schwar­zen Ber­gen lebte Grof­log, ein fins­te­rer Graf, der sein Leben lang in Grimm und Zorn auf sei­ner Burg ver­harrte. Er war es, der das Leben im Sim­mer­frimm Tal für immer veränderte.

Outs­ide a whisper

outs­ide a whi­sper
inside my mind
maybe i miss her
here i can find

maybe an ans­wer
to the ques­tion of who
ever­y­thing out here reminds me on you

nearly ama­zing
bro­ken in pie­ces
keep me awake
and hope for all reasons

my arms are an island
and you are the ocean
i love to feel your waves
they keep me in motion

Skó­ga­foss Diary

you´re the story
i haven´t told yet

unhe­ard melody
yet to be com­po­sed
but you are there
some­where
fli­cke­ring
tas­ting
reaching

outs­ide my shell

you´re the forest
in which i search for
foot­prints, hints and traces

unchain me from this world
paste your­self
around me
solve my puzzle

i can sense it
throb­bing
the way from me to you
like a vein
fil­led with our blood

In the heat of empires

Float into me
like i float into you
i am the river
the ocean is you

please stay awake
while i fall asleep
catch me in dreams
my gol­den honey

im not afraid
if you´re not afraid
cause im not afraid
if you´re not afraid

face vs. faith

let me drown in your satin
let me float upst­ream
let me drink your mad­ness
i´ll be around

like i can´t explain how
you where meant to be
feel the cer­tain distress
to be on your way

have your­self a lin­ger
and write down your lines
let some cand­les burn down
i´ll be there soon

meet your fear
down here
and let your­self go
let your­self go

meet your fear
down here
and let your­self go
let your­self go

what shall i be afraid of
you bet­ter ask your­self
find the ans­wer, up there
and you´ll won­der why

Wenn Ihr sie seht

Wenn Ihr sie seht, sagt ihr, es tut mir leid
All die Lie­der und Gedichte, all die Sor­gen und Hoff­nun­gen
Bitte sagt ihr, ich hätte es so nicht gewollt
Der Schmerz schraubt sich durch mei­nen Kör­per
Ich möchte dem jetzt gleich ent­flie­hen
Aber wenn Ihr mit ihr sprecht, ganz sanft, dann schenkt ihr ein Lächeln von mir
Sagt Ihr, ich habe sie geliebt, von Anfang an
Eine Liebe, die nicht ein­fach so auf­hört
Schaut ihr in die Augen und sagt ihr die Wahr­heit
Dass ich ihr sehr dank­bar bin und dass sie mich zu dem gemacht hat, was ich jetzt bin
Sagt ihr, dass unser Weg sich trennt und dann trös­tet sie
Oh bitte schenkt ihr Frie­den, ich kann es jetzt nicht mehr
Bitte passt gut auf sie auf, gewährt ihr Obhut
Unsere Her­zen wer­den ein­an­der nie ver­ges­sen
den sanf­ten Rhyth­mus unse­rer Liebe

Das Som­mer­gras sei Zeuge

Berühre die Ewig­keit mit den Fin­ger­kup­pen
Aber erschrick nicht, auf Dei­nen Wegen ruht so man­che Seele
Steige in Dein Bild ein und lebe es
Spiele mit dem Wind, streichle den Hori­zont
Male die Wol­ken und tanze auf ihnen
Ent­ferne den Schleier und bli­cke weit
Wir wer­den uns hin­ter jenem Hügel tref­fen
Ein Ver­spre­chen zwi­schen uns
Es zu hal­ten unsere Luft
Gehen wir inein­an­der auf und blü­hen
Der Schein ist mehr als ein sol­cher
Hier in unse­rem Bild

Mein Name ist Burt

Als die Trom­pe­ten ein­setz­ten, schloss ich die Augen
Schön, so schön tref­fen Sie mei­nen Traum
For­dernd und ewig
Meine Hände bewe­gen sich im Takt
ich schliesse die Leute in mei­nem Rei­gen ein

Hört mir zu, ich bin ein ein­fa­cher Mann
Sen­si­bel und emo­tio­nal hoch gewach­sen
Ich weiß, was zu tun ist
um die Men­schen zum Wei­nen zu bringen

All meine Freunde
durch sie wird es wahr
Meine Noten und Worte
sind nun mehr da

Let the river sigh

The mus­cle of kyoto, divi­ding our time
reflec­ting our sche­mes and things
with love

uncon­di­tio­nal spare-time, wit­hout the mani­fest
let me rest bene­ath your skin

i trans­cend the day and night
and let the river sigh

The rhythm of bahia, remin­ding us to smile
revol­ving our lungs and ears
with love

expo­sing our minds, wit­hout the mani­fest
let me rest on your lap

i trans­cend the day and night
and let the river sigh

Sun­rise lullaby

shel­ter shel­ter in the par­lor
shiny walls all made of mar­mor
brea­t­hing hard to feel the motion
kno­cking on the waves of ocean

plea­sing plea­sing rush of ruby
hold him down, the dancing looby
hold him down, the burning guy
make a wish and soon deny

ailing ailing soon im fai­ling
twist my eyes while im deba­ting
twist my heart while i am waving
fare­well my love as i am fading

tears will fall and joy will rise
twinkle twinkle little eyes

Odor

An orange blossom is get­ting acquain­ted with praise
her ima­gi­nary per­fume sedu­ces at the very first morning
when will this hol­low thirst be dren­ched?
quench me, oh blossom –
hear my praise

Tics (Blum­feld)

Tics” ist die erste Sin­gle­aus­kopp­lung aus dem aktu­el­len Blum­feld Album “Ver­bo­tene Früchte”.

Ich sehe Dinge, die nicht da sind
ich säe Wind und ernte Sturm
ich sing mich selbst und denke “Wahn­sinn“
auf mei­nen Run­den um den Turm

Die Zeit ver­rinnt, die Wüs­ten wach­sen
ich geh und zähle meine Tics
die Men­schen sind wie sie sind, ich muss der Nach­welt noch faxen
mei­nen Satz mit X

Immer die selbe alte Lita­nei
ich trag mein Kreuz und schrei mei­nen Schrei
die Leu­ten job­ben und woh­nen in ver­küm­mer­ten Zonen
und fin­den nichts dabei

Die Göt­ter sind kor­rupt
das Leben ist nicht fair
der Him­mel ist kaputt
die Träume ste­hen leer
Die Wahr­heit tut oft weh
das klingt viel­leicht banal
doch so, wie ich es seh
es ist nicht egal

Ich seh den Reich­tum, seh die Reste
wenn ich auf mei­nem Hügel steh
Ich seh die Hüt­ten und Paläste
zwi­schen Crack und Milchkaffee

Ich seh von fern die armen Sün­der
mit nega­ti­ven Ener­gien
sie set­zen Autos in Brand und wer­den die Aus­la­gen plün­dern
und um die Häu­ser ziehn

Andere gelo­ben mehr Demo­kra­tie
Pro­blem ist nur: kei­ner glaubt noch an sie
Die Sie­ger schrei­ben Geschichte, ich sing meine Gedichte
und mach mir Sor­gen wie nie

Die Göt­ter sind kor­rupt
das Leben ist nicht fair
der Him­mel ist kaputt
die Träume ste­hen leer

Die Wahr­heit tut oft weh
das klingt viel­leicht bru­tal
doch so, wie ich es seh
es ist nicht egal

Spä­ter wenn ich in mei­nen Wol­ken sitze
in mei­nen Sphä­ren aus Schall und Rauch
Schlage ich Fun­ken, schleu­dere Blitze
und mei­nen Don­ner rol­len lass ich auch

Alles geht neben-, nach– und durch­ein­an­der
Hel­les und Dunk­les, Stille und Krach
Komm wir ver­su­chen es noch mal mit­ein­an­der
hel­fen uns durch die Nacht

Die Göt­ter sind kor­rupt
das Leben ist nicht fair
der Him­mel ist kaputt
die Träume ste­hen leer

Die Wahr­heit tut oft weh
und Dar­win war genial
doch so, wie ich es seh
es ist nicht egal

Die Göt­ter sind kor­rupt
das Leben ist nicht fair
der Him­mel ist kaputt
die Träume ste­hen leer

Die Wahr­heit tut oft weh
und all das ist nor­mal
doch so, wie ich es seh
es ist nicht egal

Mary has a little treasure

In her heart and in her soul it shim­mers at night.
It´s bright and she won­ders if it´s ever gonna stop.
Mummy said “no” — daddy doesn´t know.
Does anyone know about that glow?

Beyond yes­ter­day

All this and more”, the guy announ­ced
the crowd glan­ced at him
the streets echoed his words in ever­yo­nes ears.
His mad eyes stroked all heads
“Don’t be afraid” he whi­spe­red, ”it´s just me”

I won­der if someone cares

Fake Bul­lets can’t scar me
Fake People can’t harm me
You want to know why?
Im a man of fake steel

Samba da benção (Viní­cius de Moraes).

Mar­cus Viní­cius da Cruz de Melo Moraes, kurz Viní­cius de Moraes (* 19. Okto­ber 1913 in Gávea; † 9. Juli 1980 in Rio de Janeiro) war ein bra­si­lia­ni­scher Dich­ter, Gitar­rist und Diplo­mat . Er schrieb viele, vor allem in Süd­ame­rika bekannte Werke und Gedichte; unter ande­rem schrieb er die Vor­lage für den Film Orfeo Negro, sowie den Text zu Baden Powell de Aqui­nos Kom­po­si­tion Berim­bau und zu diver­sen Bossa-Nova-Stücken von Anto­nio Car­los Jobim.
Quelle: Wiki­pe­dia

Hier der wun­der­schöne Text zu dem Lied “Samba da benção”. Auf deutsch über­setzt von Kay-Michael Schrei­ner, in dem Buch “Saravá”.

Samba des Segens

Es ist bes­ser froh zu sein als trau­rig
denn Froh­sinn ist das schönste auf der Welt
es ist wie das Licht im Her­zen.
Um aber einen wirk­lich schö­nen Samba zu machen
braucht man schon ein biß­chen Trau­rig­keit – bis
sonst kann man kei­nen Samba machen – nein.

Sonst wäre es so, als liebte man eine Frau, die nur schön ist. Was soll´s? Eine Frau muss außer ihrer Schön­heit noch irgend etwas haben, etwas trau­ri­ges, etwas, das weint, etwas, das Sehn­sucht spürt, ein Wis­sen um ver­letzte Liebe, eine Schöhn­heit, die sich aus der Trau­rig­keit nährt, zu wis­sen, eine Frau zu sein, geschaf­fen nur um zu lie­ben und zu lei­den für die Liebe und um nur Ver­ge­bung zu sein.

Samba machen ist nicht so wie einen Witz erzäh­len
Wer so einen Samba macht, der ist nichts wert
Ein guter Samba ist eine Art Gebet
Denn Samba ist die wie­gende Trau­rig­keit
und Trau­rig­keit hat immer eine Hoff­nung – bis
Eines Tages nicht mehr trau­rig zu sein – nein.

So wie diese Leute da, die das Leben so leicht neh­men. Vor­sicht, Kame­rad! Das Leben ist eine ernste Sache, und täusch dich nicht, nein, es gibt eben nur eins. Zwei wären schon gut, nie­mand wird mir aber sagen, er hätte sie, wenn er das nicht wirk­lich bewei­sen kann, mit einem Zer­ti­fi­kat, aus­ge­stellt im Nota­riat des Him­mels und unter­schrie­ben: Gott! Und nur mit beglau­big­ter Unter­schrift. Das Leben ist kein Kin­der­spiel, Freund! Das Leben ist die Kunst des Sich-Begegnens, obwohl so vie­les im Leben sich ver­fehlt. Immer ist da eine Frau, die dich erwar­tet, die Augen vol­ler Zärt­lich­keit, die Hände voll Ver­ge­bung. Lass ein wenig Liebe ein in dein Leben und auch in dei­nen Samba.

Laß ein wenig Liebe ein in dei­nen Rhyt­mus
du wirst sehen, nie­mand kann besie­gen
die Schön­heit eines Sam­bas – nein.

Denn der Samba stammt dort oben aus Bahia
und wenn auch seine Worte heute weiss sind (bis)
so ist er tief im Her­zen doch noch schwarz.

Liquid Rain­bow

Uns wür­den flüs­sige Regen­bo­gen aus dem offe­nen Mund lau­fen.
Das tiefste Schim­mern in unse­ren Augen, das wir je hatten.

Auf unse­rer Haut wür­den orga­ni­sche Kris­talle fun­keln,
die bis zum Him­mel strahlen.

Alles bebt und die Welt um uns herum taucht ein in ein Märchen.

Erin­ne­run­gen, die in den tiefs­ten Tie­fen unse­rer Seele lagern,
würde wie tau­send Per­len in den Kopf sprudeln.

Alle Gefühle die man bis zu die­sem Zeit­punkt fühlte,
schei­nen nun unvoll­kom­men und surreal.

Die Farbe in unse­rem Kopf.

Es ist alles so einfach

Die Welt, die Welt, die Welt.
Das Geld, das Geld, das Geld.
Der Vor­hang fällt und fällt und fällt.
Du bist ein Held, ein Held, ein Held.
Sie hören dir zu und zu und zu.
Es scheint im nu, im nu, im nu.
Gehört Dir die Welt, die Welt, die Welt.

Oh riddle riddle

Das Glück hat keins bei mir.
Die Zeit hat keine für mich.
Das Träu­men nicht von mir.
Das Lachen über mich.

Where i was born

Mach euch bereit. Heute besu­chen wir die Stadt mei­ner Geburt.
Sie ist gemacht aus Salz und hat Türme die in der Sonne glit­zern.
Macht euch bereit. Mor­gen waren wir in der Stadt mei­ner Geburt.
Sie war gemacht aus Kris­tall und hatte Paläste aus Gold.

Grand dormi

Als ich ges­tern Nacht unter Was­ser schlief, ging es mir gut.
Ich schlief tief und fest und ich habe viele nette Leute getrof­fen.
Sie haben mir ein Lied gesun­gen und ich fühlte mich sehr leicht.

Stand by

Rote Augen star­ren mich aus der Dun­kel­heit an.
Ener­gie fließt durch ihre Adern.
Lang­sam habe ich mich an sie gewöhnt und ich kenne alle ihre Namen.
Sie war­ten auf mich. Sie sind bereit.