Zwölf Ver­bind­lich­kei­ten

Im Januar schwebt seicht
der Vogel her­bei
er teilt Deine Träume
und Wün­sche in zwei

Der Februar fol­gend
kris­tal­lin noch die Welt
Ich emp­fange den Wunsch
noch wäh­rend er fällt

Unend­lich­keit lieb­kost mich
umschmei­chelt mein Herz
ich kann danach grei­fen
durch den Spie­gel im März

Ich möcht’ es ver­su­chen
viel­leicht im April
ges­tern und mor­gen
halte ich still

Wie es wacht und atmet
das Leben im Mai
ich durch­streife die Far­ben
und freu mich dabei

Die Sonne im Juni
nährt uns gerecht
die Kin­der des Mee­res
sind natür­lich und echt

Im Juli sind Pfade
von Ges­tern und Heut
durch den Wald und die Auen
nie­mand hat es bereut

Hin­ge­bungs­voll strömt
der Fluss im August
wir wer­den uns tref­fen
das wird uns bewusst

Sep­tem­ber streicht ein
und schliesst in uns ab
das was gewe­sen
tut gut und macht satt

Der Okto­ber ist kühn
und sicht­bar wie Glas
Umschwung und Ober­flä­che
wie nas­ses Gras

Der Novem­ber streift meine Sinne
und schärft den Ver­stand
die kal­ten Trop­fen
wer hat sie entsandt?

Der Dezem­ber trifft uns
mit­ten ins Herz
lässt uns füh­len und hof­fen
und seg­net den Schmerz